Es entstehen eine neue Kaimauer, mehrere Lagerhäuser sowie Terminaleinrichtungen. Das Projekt umfasst außerdem eine eigene Energieversorgung. Zu diesem Zweck haben die beteiligten Parteien kürzlich eine Vereinbarung unterzeichnet. Mit dieser Erweiterung will Rotterdam seine Position als wichtiges Eingangstor für gekühlte und gefrorene Lebensmittel in den europäischen Markt stärken.
Laut Boudewijn Siemons, CEO der Port of Rotterdam Authority, unterstreicht das Projekt die Bedeutung des Rotterdam Food Hub: „An diesem strategischen Standort bringen wir Logistik, Lagerhaltung und Infrastruktur zusammen, damit unsere Kunden ihre Fracht schneller, nachhaltiger und effizienter abwickeln können. Mit dieser Entwicklung machen wir einen wichtigen Schritt zur weiteren Stärkung unserer Position als Europas führender Agrar- und Lebensmittelhafen.“
Vier Baugrundstücke
Der Plan umfasst vier Baugrundstücke. Auf zwei davon realisiert die Necron Group in mehreren Phasen zwei Kühllager – Necron Food Park I & II – mit einer Gesamtfläche von rund 145.000 m². Die Anlagen richten sich an Kühlhausbetreiber und entsprechen der wachsenden Nachfrage nach effizienten und skalierbaren Kühlkettenlösungen in Europa. Auf dem dritten Grundstück, im südlichen Teil des Rotterdam Food Hub errichtet die Necron Group ein Energy Hub. Das Energiezentrum wird Terminal und Kühlhäuser von Beginn an mit Strom versorgen und eine sofortige Inbetriebnahme ermöglichen. Der Logistikdienstleister PTP Group entwickelt auf dem vierten Grundstück am Caland-Kanal einen 73.000 m² großes Terminal. Es verfügt über drei Liegeplätze für Hochsee- und Binnenschiffe, einen Warteplatz sowie die erforderliche Logistik- und Infrastruktureinrichtungen für einen effizienten wasserseitigen Frachtumschlag. Das Terminal bedient unter anderem Kühlhäuser und zusätzliche Frachtströme und verbessert den multimodalen Zugang zum gesamten Gebiet.