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Port of Antwerp-Bruges: Starke Erholung des Containerumschlags in volatilen Handelsumfeld

In den ersten neun Monaten des Jahres 2026 schlug Port of Antwerp-Bruges 200,9 Mio t Güter um, 0,8 % weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. 

Conatiner im Hafen
© Port of Antwerp Bruges

Nach einem ersten Halbjahr mit wiederholten Betriebsstörungen erholte sich der Containerumschlag laut Hafen deutlich: Das dritte Quartal war das beste seit Ende 2020. Gleichzeitig belasten geopolitische Spannungen, Handelsbarrieren und die schwache europäische Industrie weiterhin verschiedene Güterströme.

Nach einem ersten Halbjahr, in dem die Schifffahrt u.a. durch ungünstige Wetterbedingungen, Streiks in der maritimen Lieferkette und eine Ölverschmutzung im Deurganckdok beeinträchtigt wurde, kam es auch zu Beginn des dritten Quartals zu Störungen. Mitte Juli beeinträchtigte ein undichter Schiffscontainer mit Fluorwasserstoffsäure den Betrieb im Deurganckdok.

Ab August kehrte sich der Trend um. Die darauf folgenden hohen Volumina sorgten für die beste Leistung seit dem vierten Quartal 2020. In den ersten neun Monaten stieg der Containerumschlag dadurch um 1,2 % in TEU. In Tonnen blieb das Volumen 0,6 % unter dem Vorjahresniveau. Das Wachstum war bei leeren Schiffscontainern zu verzeichnen (+11,7 % in TEU), während der Umschlag voller Schiffscontainer um 1,3 % zurückging. Steigende Importvolumina und ein unter Druck stehender Export verstärken das Ungleichgewicht und die Notwendigkeit, leere Schiffscontainer umzulagern, insbesondere in Richtung Asien.

Auch der anhaltende Konflikt im Nahen Osten wirke sich weiterhin auf die Güterströme aus. Seit März seien keine LNG-Ladungen aus Katar mehr eingetroffen, und seit Mitte Mai sei auch die Dieselversorgung aus dem Nahen Osten zum Erliegen gekommen. Containerreedereien passten ihre Fahrpläne an und entwickelten alternative Routen, um die Region zu bedienen. Infolgedessen sank die Containerlieferung in den Persischen Golf um 70 %, während sie sich in andere Teile des Nahen Ostens fast verfünffachte.

Rob Smeets, CEO von Port of Antwerp-Bruges: „Die starke Erholung des Containerumschlags im dritten Quartal zeigt die Widerstandsfähigkeit von Port of Antwerp-Bruges. Gleichzeitig bleibt das Umfeld weiterhin herausfordernd. Handelsbarrieren, hohe Energiepreise und eine schwache europäische Industrie setzen verschiedene Warenströme unter Druck. Deshalb müssen wir weiterhin in Effizienz, Kapazität und Wettbewerbsfähigkeit investieren, damit Port of Antwerp-Bruges auch in einem volatilen Umfeld seine Rolle als logistischer und industrieller Motor weiterhin erfüllen kann.”