Insgesamt wurden 540 landwirtschaftliche Erzeugnisse in 115 internationale Märkte exportiert. Fünf davon – Heidelbeeren mit 2,455 Mrd US-Dollar, Trauben mit 1,960 Mrd US-Dollar, Kaffee mit 1,797 Mrd US-Dollar; Kakao und Kakaoprodukte mit 1,565 Mrd US-Dollar; und Avocados mit 1,363 Mrd US-Dollar – machten zusammen Lieferungen im Wert von 9,140 Mrd US-Dollar aus und konzentrierten 62,8 % des Gesamtvolumens auf sich.
Trotz des diversifizierten peruanischen Agrarexportkorbs sei der hohe Anteil dieser fünf Produkte bemerkenswert. In diesem Sinne suche Peru weiterhin nach einem neuen Superstar des Sektors, der sich dieser ausgewählten Gruppe anschließen kann.
In den vergangenen Jahren wurden Versuche zur Entwicklung von Beerenfrüchten wie Kirschen oder Himbeeren durchgeführt, mit dem Ziel, den Erfolg der Heidelbeere zu wiederholen. Allerdings richte sich der Blick auch auf Trockenfrüchte.
In diesem Zusammenhang wies der ehemalige Produktionsminister Alfonso Velásquez Tuesta, der wichtigste Förderer der Heidelbeere im Land, darauf hin, dass der nächste große Star der peruanischen Agrarexporte die Pistazie sein werde.
„Die Pistazie ist ein international sehr gefragtes Produkt, das jedem schmeckt. Der Anbau erfordert nur geringe Investitionen von etwa 15.000 US-Dollar pro Hektar, was einem Drittel der Kosten für die Anlage einer Avocado-Plantage entspricht, deren Investitionskosten sich auf 50.000 US-Dollar pro Hektar belaufen, und hat dieselbe Vegetationsperiode“, erklärte er.
Er fügte hinzu, dass dieser Anbau eine hohe Rentabilität erziele und zudem die Entwicklung der Industrie fördere, da dadurch Tausende neuer Hektar genutzt werden könnten, die derzeit unfruchtbar seien und in die Produktion einbezogen werden könnten.
Der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Sierra y Selva Exportadora betonte, dass dieser Vorschlag stets einen inklusiven Ansatz verfolgen müsse. „Jedes Projekt muss die organisierten und geordneten Kleinproduzenten berücksichtigen“, erklärte er.