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Niederlande: Kartoffelanbaufläche geht deutlich zurück

Die Anbaufläche für Speisekartoffeln in den Niederlanden wird in diesem Jahr voraussichtlich um rund 15 % zurückgehen. Das wäre der stärkste Rückgang seit 65 Jahren. Im benachbarten Flandern wird auf belgischer Seite sogar ein Rückgang von 23 % auf knapp 45.100 ha erwartet.

Kartoffeln
© Fruchthandel Magazin

Die niederländische Anbaufläche für Speisekartoffeln wird nach vorläufigen Schätzungen um etwa 12.500 ha auf 70.200 ha sinken. Das geht aus vorläufigen Zahlen des niederländischen Statistikamtes (CBS) hervor. Damit fallen die Anbauflächen auf das Niveau des Jahres 2012 zurück. 

Dieser Einbruch innerhalb eines Jahres gehört zu den größten in der niederländischen Geschichte. Der Anbau von Pflanzkartoffeln bleibt dagegen CBS zufolge nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Zusammen mit den Stärkekartoffeln wird die gesamte niederländische Kartoffelanbaufläche vom CBS in diesem Jahr auf knapp 150.000 ha geschätzt. Das sind 8,4 % weniger als im Vorjahr.

Wie in Flandern, so hatte auch der niederländische Kartoffelsektor im vergangenen Jahr noch einen Höchststand erreicht, der unter anderem durch hohe Vertragspreise begünstigt wurde. Insgesamt wurden damals 82.700 ha Speisekartoffeln angebaut. Aufgrund einer schwächeren Nachfrage auf einigen Absatzmärkten geriet der Kartoffelmarkt anschließend jedoch stark unter Druck. Die Folge war ein besonders niedriges Preisniveau für Erzeuger, die ihre Kartoffeln auf dem freien Markt verkauften.