Die neuesten Gartenbauzahlen, die von Wageningen Social & Economic Research und CBS erhoben worden waren, bestätigen damit erneut die große wirtschaftliche Bedeutung des Sektors für die Niederlande. Das Wachstum sei trotz geopolitischer Unsicherheiten, steigender Kosten und zunehmenden internationalen Wettbewerbs erzielt worden. Gleichzeitig investiere die Branche weiterhin überdurchschnittlich stark in Innovation und Nachhaltigkeit, heißt es seitens Greenports Nederland. Aus den aktuellen Zahlen geht hervor, dass die Wertschöpfung des Sektors von 16,2 Mrd Euro im Jahr 2020 auf 20,4 Mrd Euro im Jahr 2024 gestiegen ist. Die Wertschöpfung beschreibt den wirtschaftlichen Mehrwert, den die Branche nach Abzug der Kosten für eingekaufte Waren und Dienstleistungen schafft. Damit trägt der Gartenbau nahezu zwei Prozent zum niederländischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei.
Starke Position auf internationalen Märkten
Auch international bleibt der niederländische Gartenbausektor ein bedeutender Akteur. Der Exportwert der gesamten Wertschöpfungskette belief sich 2024 auf mehr als 28 Mrd Euro – ein Anstieg von über 25 % gegenüber 2019. Rund 65 % dieser Exporte entfallen auf Produkte aus niederländischer Produktion. Zu den wichtigsten Exportgütern zählen Obst, Gewächshausgemüse und Schnittblumen. Der Importwert der Branche lag 2024 bei mehr als 11 Mrd Euro, was einem Wachstum von fast 15 % gegenüber 2019 entspricht. Obst macht dabei mehr als die Hälfte des gesamten Importwerts aus.