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New York: Kostenlose Automaten mit frischen Lebensmitteln für bedürftige Familien

New York City testet eine neue Methode zur Bekämpfung der Ernährungsunsicherheit, die nichts mit dem Tante-Emma-Laden um die Ecke oder einer traditionellen Lebensmittelausgabe zu tun hat, berichtet u.a. Complex.com.

Gemüse, Kräuter und Knoblauch
© rabzjl/Pixabay

Laut EcoNews hat eine gemeinnützige Organisation in der Bronx einen der ersten Automaten der Stadt mit frischen Lebensmitteln aufgestellt, der bedürftigen Familien kostenlos Lebensmittel anbietet. Der Automat wurde Ende vergangenen Monats im Jugendzentrum Kips Bay Boys & Girls Club in Castle Hill aufgestellt. Anstelle von Schokoriegeln oder Limonade sind die Regale mit Lebensmitteln des täglichen Bedarfs gefüllt: Obst, Gemüse, Eier und andere nahrhafte Grundnahrungsmittel. Jeder, der hereinkommt, kann sich nehmen, was er braucht.

Das Projekt wird von Change Food For Good betrieben, einer in New York ansässigen gemeinnützigen Organisation, die sich für einen besseren Zugang zu gesunden Lebensmitteln einsetzt. Der Automat ist Teil des Programms „Good Food For All“, das darauf abzielt, die üblichen Hindernisse zu beseitigen, die oft mit traditioneller Lebensmittelhilfe einhergehen.

„Der kostenlose Lebensmittelautomat von Good Food for All wurde von den Mitgliedern der Gemeinde sehr gut angenommen“, sagte Gründerin Samia Lemfadli in einer Erklärung gegenüber Newsweek. „Alle waren sehr gespannt darauf, den Automaten auszuprobieren.“

Die Artikel werden mit Sorgfalt verpackt, darunter vakuumversiegelter Knoblauch, der die Ausbreitung von Gerüchen verhindert. Die Maschine wird in der Regel ein- bis zweimal im Monat aufgefüllt. Nutzer können vor Ort auch einen QR-Code scannen, um bestimmte Artikel anzufragen, die sie gerne in Zukunft im Sortiment sehen würden. Dieses Feedback habe bereits Einfluss auf das Angebot genommen. 

Change Food For Good entschied sich für einen Automaten anstelle eines offenen Kühlschranks, um Manipulationen zu verhindern und besser zu verstehen, welche Lebensmittel am meisten nachgefragt werden. Derzeit gibt es keine Begrenzung, wie viele Artikel jemand mitnehmen darf. Die Organisation hat zwar ein mögliches Scan-Kartensystem für die Zukunft diskutiert, aber Lemfadli hat sich vorsichtig geäußert. „Eines der Hauptziele des Programms Good Food For All ist es, sicherzustellen, dass Menschen, auch wenn sie in Schwierigkeiten sind, ihre Würde und Entscheidungsfreiheit bei der Auswahl ihrer Lebensmittel bewahren können“, sagte sie in einem Instagram-Video.

Change Food For Good hofft, dass diese Frischkost-Automaten als Blaupause für eine Expansion dienen werden, wobei zukünftige Installationen in Schulen, Krankenhäusern und anderen Gemeinschaftsräumen in der ganzen Stadt geplant sind.

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