Viele Erzeuger würden Wetter und Bodenfeuchte bereits genauer beobachten, ihre Bewässerungssysteme überprüfen und sich finanziell auf schwierigere Bedingungen einstellen. Regelmäßige Wartung könne Wasserverluste verringern. Bodenfeuchtesensoren und Messungen des Wasserstresses der Pflanzen könnten helfen, die Bewässerung gezielt am Bedarf auszurichten. Solche Maßnahmen seien wichtig, reichten allein jedoch nicht aus.
Nationale Wasserstrategie gefordert
HortNZ fordert daher eine nationale Wasserstrategie, die den Gewässerschutz mit der Lebensmittelproduktion verbinde. Viele Betriebe hätten bereits in effizientere Bewässerung, Uferbepflanzungen und betriebliche Umweltplanung investiert. Nun brauche es einen rechtlichen Rahmen, der dies anerkenne und die für veränderte Klimabedingungen notwendige Infrastruktur ermögliche. Dazu gehörten dem Verband zufolge regionale Wasserspeicher, die gezielte Anreicherung des Grundwassers und eine abgestimmte Planung innerhalb der Wassereinzugsgebiete.
Der Wasserspeicher Te Waihekeora bei Dargaville zeige, was durch die Zusammenarbeit von Gemeinden, Māori-Stammesgemeinschaften, Erzeugern und Investoren möglich sei. Wasser bei hohen Flussabflüssen aufzufangen und für trockene Monate bereitzuhalten, könne – wie es heißt – die Entwicklung des Obst- und Gemüsebaus fördern und die regionale Wirtschaft stärken.
Weniger unnötige Bürokratie
Vor der Parlamentswahl fordert der Verband weniger unnötige Bürokratie, zügige Genehmigungen und verlässliche Investitionsbedingungen. Eine sichere Wasserversorgung sei entscheidend, damit die Betriebe den heimischen Markt und Exportkunden auch unter stärker schwankenden Klimabedingungen weiter beliefern könnten. Sie sei außerdem eine zwingende Voraussetzung für das Ziel des „Aotearoa Horticulture Action Plans“, den Wert der Obst- und Gemüseproduktion auf Erzeugerebene bis 2035 zu verdoppeln.