Das System zeigt unter anderem Laufwege, Stellplätze oder Auftragsinformationen direkt auf dem Boden an. Die Beschäftigten müssen dadurch nicht mehr nach Waren oder Ablageorten suchen. Stattdessen werden sie visuell durch den Arbeitsprozess geführt. „In vielen Lagern sind heute Menschen tätig, die nicht so gut Deutsch sprechen oder kaum angelernt sind. Unser System arbeitet mit Symbolen, Zahlen und Farben und veranschaulicht dadurch die Aufgabenstellungen“, erklärt Rico Ahlbäumer, Wissenschaftler am Fraunhofer IML. „Statt langen Texten oder kryptischen Kommissionierzetteln gibt es einen eindeutigen, sofort verständlichen Hinweis auf dem Boden.“
LARS kombiniert an der Hallendecke oder an Hochregalen installierte Laserprojektoren mit einer Software, die die Projektionen steuert. Bereits fünf Projektoren können auf einer rund 30 m breiten Fläche Hinweise in bis zu zwölf Fahrbahnen darstellen. Die Lösung ist modular aufgebaut, an bestehende Logistiksysteme anbindbar und lässt sich je nach Hallengröße skalieren.
Nach Angaben des Fraunhofer IML verfolgt LARS einen konsequent menschzentrierten Ansatz. Das System kann unter anderem beim Kommissionieren, Konsolidieren, Palettieren oder Sortieren eingesetzt werden und eignet sich auch als Navigationshilfe auf dem Shopfloor.
In einem Praxistest bei Rhenus Logistics konnte das System seine betriebliche Effizienz unter Beweis stellen. „Die Komplexität in der Intralogistik nimmt durch Faktoren wie kürzere Lieferzeiten, kleinere Losgrößen, eine wachsende Produktvielfalt und den Fachkräftemangel stetig zu. Mit LARS erhalten Unternehmen in der Logistik und Produktion ein flexibles Hilfsmittel, um auf diese Herausforderungen zu reagieren“, so Ahlbäumer.