Die Einkommensaussichten in Deutschland sinken, die Sparneigung steigt. Die ohnehin niedrige Anschaffungsneigung bleibe weitgehend stabil (-10,8 Punkte). Das aus diesen drei Werten errechnete Konsumklima verliert für Oktober 3,8 Punkte und sinkt auf -30,6 Punkte, wie NIQ mitteilt.
Die Konjunkturerwartungen der Verbraucherinnen und Verbraucher ist derweil das fünfte Mal in Folge gestiegen und liegt bei -3,4 Punkten. Da sich die deutsche Wirtschaft im ersten Halbjahr 2026 besser entwickelt habe als zunächst erwartet, werden aktuell für 2026 und 2027 Zuwachsraten des Bruttoinlandsprodukts von gut einem Prozent vorhergesagt. Laut OECD liegt die Prognose für das reale BIP in Deutschland bei 1,1 Prozent (+0,4 Prozentpunkte im Vergleich zu Juni 2026).
Die positive Entwicklung in Deutschland sei darauf zurückzuführen, dass sich die Auswirkungen der geopolitischen Krisen abgeschwächt hätten, während Impulse durch die erhöhten Staatsausgaben in Verteidigung und Infrastruktur ihre Wirkung zeigten, heißt es dazu bei Statista.
Gemischte Erwartungen im Lebensmittelhandel
Wie die Erwartungen im Handel sind, hat der Handelsverband Deutschland untersucht. Im Lebensmittelhandel erwarteten 16 % der im Rahmen der HDE-Konjunkturumfrage (Sommer 2026) Befragten, dass sich die Umsätze für 2026 „deutlich unter Vorjahr“ entwickeln, 33 % gehen davon aus, dass sie „leicht unter Vorjahr“ liegen werden. Rund ein Fünftel (21 %) schätzt, die Umsätze könnten am Jahresende auf Vorjahresniveau liegen, während knapp ein Drittel der Befragten (28 %) optimistisch Ergebnisse „leicht über dem Vorjahr“ erwartet. Nur 2 % rechnen in der HDE-Konjunkturumfrage damit, dass ihr Umsatz 2026 „deutlich über Vorjahr“ abschließt.
Für das 2. Halbjahr 2026 geht etwa die Hälfte der Befragten (46 %) davon aus, dass sich keine Veränderung zum Vorjahreszeitraum abzeichnen wird, während 32 % eine Verschlechterung und 22 % eine Verbesserung zum 2. Halbjahr 2025 erwarten.