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Kolumbien: Neuer Hafen verkürzt Wege für Frischeexporte

Seit Februar ist Puerto Antioquia in der kolumbianischen Region Urabá in Betrieb. Wie die Landwirtschaftsbehörde ICA mitteilte, wurden über den neuen Hafen bereits mehrere hundert Tonnen Bananen, Hass-Avocados, Passionsfrüchte, Blumen und Kaffee verschifft. Zu den Zielmärkten gehört auch Europa.

grüne Bananen
© Gaby Bastian

Der Hafen liegt rund 350 km von Medellín entfernt und damit näher an wichtigen Produktionsgebieten als andere Häfen an der kolumbianischen Karibikküste. Nach Angaben des ICA verkürzt sich die Entfernung zwischen den Produktionszentren und dem Hafen gegenüber anderen kolumbianischen Karibikhäfen um 47 %. Eine Analyse des kolumbianischen Ministeriums für Handel, Industrie und Tourismus beziffert die möglichen Einsparungen bei den Logistikkosten für Exporteure und Importeure auf 33 % bis 58 %.

Das ICA übernimmt am Hafen die phytosanitären Kontrollen und prüft, ob die Anforderungen der jeweiligen Zielländer eingehalten werden. Puerto Antioquia ist als Mehrzweckterminal ausgelegt und kann unter anderem Trocken- und Kühlcontainer abfertigen. Seine jährliche Kapazität gibt das ICA mit bis zu 7 Mio t an.