Botanisch gehört der Knollensellerie (Apium graveolens) zur Familie der Doldenblütler und ist mit Möhre und Petersilie verwandt. Seine Ursprünge liegen im Mittelmeerraum. Dort war er schon in der Antike mehr als bloße Beilage: Bei den Griechen schmückten seine Blätter Siegerkränze und Münzen, Homer erwähnte ihn in der Odyssee als Lieblingspflanze der Nymphe Kalypso und im Mittelalter zog er schließlich auch in Kloster- und Hofgärten ein – der Beginn seiner gezielten Kultivierung.
Die sogenannte „Knolle“ ist botanisch betrachtet eine Sprossrübe, gebildet aus verdickter Sprossachse und Wurzel. Äußerlich gelbbraun und zerfurcht, zeigt sie sich im Inneren hell und fein strukturiert. Mitunter bringt eine einzelne Knolle beachtliches Gewicht auf die Waage – und steht sinnbildlich für das, was sie kulinarisch leistet: Sie gibt Gerichten Fundament und Tiefe.
In Deutschland bildet Knollensellerie eine stabile Säule im Gemüsebau: Auf rund 1.700 ha Anbaufläche wird die knollige Sprossrübe kultiviert, mit einem durchschnittlichen Ertrag von 467 dt pro Hektar und einer Gesamt-Erntemenge von rund 78.000 t. Diese Daten belegen die Bedeutung dieser Kultur im Freilandgemüseanbau. Die wichtigsten Anbaugebiete liegen in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen.
Von Mai bis in den Herbst kommt die Knolle frisch vom Feld, ab Oktober wird sie geerntet und lässt sich dank moderner Lagertechnik bis zu sieben Monate lagern. Damit ist Knollensellerie nahezu ganzjährig aus heimischem Anbau verfügbar – ein echtes Plus in Sachen Regionalität.
Quelle: Statista; Destatis