Fruchtwelt Bodensee ist zentrales Forum für Zukunftstrends und Problemlösung im Obstbau
Ein Forum für fachlichen Austausch, internationale Vernetzung und konkrete Investitionsimpulse bot die Fruchtwelt Bodensee vom 20. bis 22. Februar 2026 für Entscheiderinnen und Entscheider aus Erzeugung, Handel, Dienstleistung und Wissenschaft, so die Messe Friedrichshafen GmbH.
Mit 13.630 Besucherinnen und Besuchern aus 27 Ländern (2024: 13.250) sowie 350 Ausstellenden aus 19 Ländern, ging die internationale Fachmesse zu Ende. Neben einem vielseitigen Ausstellungsangebot in den Bereichen Obstbau, Landwirtschaft und Brennerei, standen informative und hochkarätige Vorträge auf dem Programm der 43. Bodensee-Obstbautage. Vertreterinnen und Vertreter aus Praxis, Wissenschaft und Politik tauschten sich hier über verschiedenste Branchenthemen wie Digitalisierung, Klimawandel und Konsumtrends aus. Messe-Chef Klaus Wellmann resümiert: „Wir blicken auf eine erfolgreiche Ausgabe 2026 zurück. Die Fruchtwelt Bodensee hat ihre Stellung als Deutschlands Leitmesse für die Obstbaubranche bekräftigt. Hier werden Themen der Branche debattiert und Innovationen präsentiert. Auch international gibt sie wichtige Impulse und ist Plattform für Aussteller und Besucher aus ganz Europa, die hier am Dreiländereck zusammenkommen.“
Investitionsbereitschaft trotz herausfordernder Branchensituation
Projektleiterin Sharon Kommer zeigt sich ebenfalls mit dem Messeverlauf zufrieden: „Die Stimmung bei den Ausstellern auf der Fruchtwelt Bodensee 2026 war sehr positiv. Insgesamt konnte die Veranstaltung Optimismus verbreiten, was unsere persönlichen Gespräche mit der Ausstellerschaft bestätigt haben. Es wurden Geschäfte abgeschlossen, andere erwarten ein gutes Nachmessegeschäft. Die fachlich fundierten Vorträge, daneben die Modenschau der Landfrauen und des Maschinenring Tettnangs sowie die Cocktailbühne der Klein- und Obstbrenner wurden hervorragend angenommen.“ Ähnlich äußert sich Dr. Manfred Büchele, Geschäftsführer Kompetenzzentrum Obstbau (KOB): „Meine persönlichen Gespräche mit Ausstellern deuten darauf hin, dass die Investitionsbereitschaft seitens der landwirtschaftlichen Betriebe auch in unseren herausfordernden Zeiten vorhanden ist, und das stimmt mich sehr positiv. Praktiker aus dem gesamten europäischen Raum kommen auf die Messe, die im Bereich des Obstanbaus das finden können, was sie benötigen und dann tatsächlich etwas investieren wollen.“
Stefaan Stas, Geschäftsführer STAS NV, teilt diesen positiven Ausblick trotz der schwierigen Wirtschaftslage: „Wir kommen seit vielen Jahren mit unseren Maschinen zur Fruchtwelt Bodensee, weil wir viele Kunden in Deutschland haben. Hier kann ich in drei Tagen 80, 90 Prozent davon erreichen. Wegen der schlechten Marktpreise hatte ich Sorge, aber es lief sogar besser als ich erwartet hatte.“
Innovationen und Neuheiten treffen auf interessiertes Fachpublikum
Ausstellende Unternehmen von Innovationen und Neuheiten trafen auf ein hochwertiges Fachpublikum aus der Praxis, das speziell an Produkten und Dienstleistungen für den Obstbau interessiert ist. So berichtet Arne Wolters, Vertriebsberater für Sonderkulturen, Bayer CropScience Deutschland GmbH: „Für uns als Unternehmen sind die amtliche Beratung, der Handel und der Obstbauer an sich wichtig und alle drei Fraktionen waren hier vor Ort. Wir haben unser Zielpublikum im Bereich Sonderkulturen, gerade für den Apfelanbau, den wir im Fokus haben, auf jeden Fall erreicht.“ Auch Dr. Jascha Babette Bonmassar, Geschäftsleitung Hermes Service & Sales GmbH, hat sich gezielt die Fruchtwelt Bodensee für die Präsentation ihres neuen Produktes ausgewählt und erklärt: „Wir haben hier unsere neue Erntemaschine mit elektrischem Förderbandsystem vorgestellt und erhoffen uns mit unserem Messe-Auftritt den Einstieg in den süddeutschen Markt. In Südtirol sind wir schon seit 50 Jahren mit den Fördermaschinen im Erntesektor tätig. Wir konnten gute Kontakte knüpfen und werden im Nachmessegeschäft sehen, ob diese auch gut fruchten. Adam Babić, Geschäftsführer APITAL d.o.o. betont: „Mir gefällt diese Messe, weil alle wichtigen Wettbewerber unserer Branche hier vertreten waren. Wir haben viele Gespräche mit potenziellen Händlern geführt, insbesondere mit möglichen Käufern.“ Sebastian Wilomski, Leiter der Abteilung Forschung und Entwicklung, NK Automatyka lobt die Förderung junger Unternehmen. „Die Start-Up Area hat uns die Möglichkeit gegeben, insbesondere mit Personen in Kontakt zu treten, die sich für Innovationen interessieren.“ Darüber hinaus ist für ihn die Lage am Bodensee ein strategischer Vorteil: „Wir haben uns entschieden, unseren Prototyp auf der Fruchtwelt Bodensee zu präsentieren, weil wir uns auf die Apfelernte konzentrieren und in dieser Region direkt mit Experten sprechen können, die auf Tafeläpfel spezialisiert sind und eigene Obstplantagen bewirtschaften.“ Den Veranstaltungsort am Dreiländereck hebt Patrick Brühwiler, Geschäftsführer Qualifru AG ebenfalls hervor: „Zur Fruchtwelt Bodensee kommen wir, um Neuheiten zu präsentieren und Kundenkontakte zu pflegen. Sie ist für uns die wichtigste Messe für den Obst- und Beerenanbau, gerade aufgrund ihrer Lage am Bodensee mit unmittelbarer Nähe zur Schweiz.“ Das sieht Robert Reck-Heinrich, Geschäftsführer Cargo Plast GmbH ähnlich: „Unser Ziel war dieses Jahr, unsere neuen Kirsch-Erntekisten publik zu machen, um sie dann deutschland-, schweiz- und österreichweit zu verkaufen. Dafür haben wir auf der Messe die Plattform, denn hier treffen wir genau die Leute, die entscheiden. Ich bin Aussteller, seit es diese Messe gibt. Die Fruchtwelt Bodensee ist für diese Region die Leitmesse und eine Top-Messe.“
Termin Fruchtwelt 2028
Die nächste Ausgabe der internationalen Obst- und Agrarfachmesse findet vom 4. bis 6. Februar 2028 in Friedrichshafen statt.