2 Min Lesezeit X Facebook LinkedIn

Schweiz: Bundesrat will Marktbeobachtung zur Preistransparenz stärken

Während der Sitzung vom 18. Februar 2026 hat der Schweizer Bundesrat einen Bericht zur Erfüllung von drei Postulaten zur Preistransparenz im heimischen Lebensmittelmarkt verabschiedet.

Schweizer Franken in Händen
© L.F.otography/Fotolia

„Der Bericht unterstreicht die Bedeutung der Marktbeobachtung zur Erhöhung der Preistransparenz in der Landwirtschaft. Aus diesem Grund schlägt der Bundesrat vor, die Marktbeobachtung zu stärken“, heißt es. Die Umsetzung soll im Rahmen der Agrarpolitik ab 2030 (AP30+) erfolgen. Die Preistransparenz auf den Agrar- und Lebensmittelmärkten ist ein hochaktuelles Thema. Produktion, Verarbeitung, Vertrieb sowie Konsumentinnen und Konsumenten sind gleichermaßen davon betroffen. 

Daher wurde der Bundesrat beauftragt, die folgenden Punkte zu untersuchen: 

Erstens soll aufgezeigt werden, wie die Preisbildung entlang der Wertschöpfungskette transparenter gemacht werden kann. 

Zweitens soll geprüft werden, wie sich die Preistransparenz stärken lässt, um unlautere Handelspraktiken in der Agrar- und Lebensmittelindustrie zu bekämpfen. 

Und drittens soll analysiert werden, inwiefern die Richtpreise den Preisen entsprechen, die den Landwirtinnen und Landwirten effektiv bezahlt werden. 

Des Weiteren soll die Datenkommunikation verbessert sowie die rechtliche Grundlage für die Datenerhebung angepasst werden. „Diese Maßnahmen stützen die AP30+, indem sie die gute Funktionsweise der Märkte ohne direkten staatlichen Eingriff stärken. Die notwendigen Anpassungen des Landwirtschaftsgesetzes werden dem Parlament im Rahmen der Botschaft zur AP30+ unterbreitet, wobei den Ergebnissen der in der zweiten Jahreshälfte 2026 geplanten Vernehmlassung Rechnung getragen wird“, heißt es weiter.

  • Schweiz