von Ralf Petrov 1 Min Lesezeit X Facebook LinkedIn

Bulgarien bleibt Nettoimporteur von frischem Obst und Gemüse

Das einstige Agrarland Bulgarien importiert neunmal mehr Gemüse und fünfmal mehr Obst, als es exportiert. Dies geht aus Daten des bulgarischen Landwirtschaftsministeriums hervor.

Gemüse in einer Kiste
© Petrov

Allein in den ersten acht Monaten des vergangenen Jahres wurden demnach mehr als 68.000 t Tomaten aus anderen Ländern nach Bulgarien importiert. Im Jahr 2024, das letzte, zu dem vollständige Daten vorliegen, wurden über 400.000 t frisches Obst für den inländischen Markt importiert, darunter vor allem Äpfel aus Polen und Nordmazedonien sowie Melonen aus Griechenland. Gleichzeitig exportierte Bulgarien 80.000 t Obst, wobei die größten Mengen an Kirschen nach Deutschland und Polen gingen. 

2024 kamen mehr als 280.000 t Gemüse in das Balkanland, wobei die Bulgaren hauptsächlich Tomaten aus der Türkei und Kartoffeln aus Frankreich auf ihrem Tisch verspeisten. Die lokalen Gärtner exportierten im Gegenzug 33.000 t Gemüse, hauptsächlich Gurken. 

Für das vergangene Jahr 2025 liegt dem Landwirtschaftsministerium nur eine Analyse mit den Daten bis August vor. Diese verzeichnen erneut einen Anstieg der Obst- und Gemüseimporte um sieben Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Jahres 2024. Bemerkenswert ist dabei der Anstieg der Meloneneinfuhren, die um über 50 % zugenommen haben. In den ersten acht Monaten des Jahres 2025 wurden 270.000 t Obst und ungefähr die gleiche Menge Gemüse nach Bulgarien importiert.

  • Bulgarien