Rund 80 Kinder aus Kindergärten und Schulen aus Heichelheim und Weimar legen gemeinsam mit Ministerpräsident Mario Voigt, Landwirtschaftsministerin Colette Boos-John und Bauernpräsident Dr. Klaus Wagner ihre eigenen Kartoffeln. Dabei stehen Naturerlebnis, Teamgeist und die spielerische Vermittlung landwirtschaftlicher Zusammenhänge im Mittelpunkt.
Kartoffelvielfalt im Blickpunkt:
Die Kinder und Gäste legen in diesem Jahr drei besondere Kartoffelsorten: Bernina (festkochend), Wendy (vorwiegend festkochend) und Lilly (mehligkochend). Im Herbst treten diese Sorten bei der Ernte gegeneinander an, um die „Thüringer Kartoffel des Jahres“ zu
küren. Die Entwicklung der Knollen kann das ganze Jahr über verfolgt werden – eine einmalige Gelegenheit für Jung und Alt, Landwirtschaft hautnah zu erleben.
Kunst trifft Landwirtschaft- Die Kartoffiennale in Heichelheim
Erstmals ist die Veranstaltung Teil des internationalen Kunstprojekts „Kartoffiennale“, das aktuell als Residenz in Heichelheim stattfindet. Unter dem Titel „This Village Is Not Yet Another Backdrop for Art“ arbeiten vier internationale Künstlerinnen und Künstler mehrere Wochen lang, unter Projektleitung von Ameer Masoud, vor Ort und setzen sich intensiv mit dem Dorf, der Landwirtschaft und der Kartoffelproduktion auseinander.
Die erste Ausgabe der „Kartoffiennale” vereint vier Künstlerinnen und Künstler: Difei Song (China), Krittaporn Mahawereerat (Thailand), Ambar Luna Quintanar (Mexiko) und Hussam Hasan (Jordanien), wobei sie ihre Arbeiten im direkten Austausch mit Landwirten und Mitarbeitenden der Karland Agrarprodukte GmbH entwickeln. Statt das Dorf lediglich als Kulisse zu betrachten, verstehen sie Heichelheim als lebendigen Produktions- und Erfahrungsraum. Ihre künstlerischen Ansä tze verbinden sich mit den Rhythmen des landwirtschaftlichen Alltags, mit sozialen Strukturen und mit der kulturellen Bedeutung der Kartoffel.
Das Projekt knüpft an die Geschichte des Heichelheimer Kartoffelfests an und denkt dieses als zeitgenössisches, experimentelles Format weiter. Im Zentrum steht die Frage, wie gemeinschaftliche Rituale rund um Nahrung neue Formen von Austausch, Teilhabe und kultureller Identität schaffen können.