Insgesamt führte die Behörde im Vorjahr 54.913 Kontrollen entlang der Agrar- und Lebensmittelkette durch.
Dabei registrierte die ICQRF 5.559 Verwaltungsverstöße, 497 Beschlagnahmungen im Wert von mehr als 47,8 Mio € sowie 132 Verdachtsmeldungen an die Justiz. Hinzu kamen 3.411 Verwarnungen, mit denen Unternehmen zur Beseitigung von Mängeln aufgefordert wurden.
Im Labor des ICQRF wurden 10.837 Analysen durchgeführt und bei 55.314 Produkten insgesamt 367.039 Aspekte geprüft, was den wachsenden Bedarf an wissenschaftlichen Methoden zeige, mit denen Authentizität, Qualität und Herkunft von Agrarlebensmitteln festgestellt werden können, heißt es seitens des Ministeriums.
Ein Schwerpunkt lag erneut auf Produkten mit geschützter Herkunftsbezeichnung (g.U./g.g.A.). Die Behörde kontrollierte 6.448 Lebensmittel mit geografischer Angabe sowie mehr als 11.000 Weine mit geografischer Angabe. Die häufigsten Verstöße betrafen die Kennzeichnung, administrative Pflichten sowie die widerrechtliche Nutzung geschützter Herkunftsbezeichnungen.
Kontrolle sichern Qualität und Arbeitsplätze
Für Italiens Landwirtschaftsminister Francesco Lollobrigida sind die 40 Jahre des ICQRF ein „außergewöhnliches Ziel“, das vom „unermüdlichen Einsatz“ des Staats zum Schutze der Qualität, Transparenz und Gesetzesmäßigkeit des italienischen Agrarsystems zeuge. Diese Kontrollen würden international anerkannt und garantierten nicht nur die Sicherheit der Lebensmittel, sondern sicherten auch Arbeitsplätze bei aufrichtigen Unternehmern. So werde es möglich, „Made in Italy“ zu stärken und vor Fälschungen und dem sog. Italian Sounding zu schützen, erklärte er.
Das ICQRF werde den Einsatz digitaler Technologien und Künstlicher Intelligenz bei Risikoanalysen, Rückverfolgbarkeit und Betrugsbekämpfung weiter ausbauen und kommenden Monat einen detaillierten Bericht zu diesen ersten Zahlen veröffentlichen, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums abschließend.