1 Min Lesezeit X Facebook LinkedIn

Hochschule Hannover: Vom Spargel zur Kunststofflösung

Welche alternativen Rohstoffe können für die Produktion von Kunststoffen genutzt werden? Dass Reststoffe aus der Landwirtschaft ein großes Potenzial für die Kunststoffe der Zukunft bieten, zeigt das Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe (IfBB) der Hochschule Hannover anhand aktueller Forschungsprojekte.

Bündel grüner und weißer Spargel, jeweils mit Bastband zusammengebunden, auf hellem Untergrund.
© emuck/AdobeStock

Für biobasierte Kunststoffe kommen nicht nur gezielt angebaute nachwachsende Rohstoffe infrage – auch Reststoffe aus Landwirtschaft und Industrie können einen wichtigen Beitrag leisten. Mit zwei Projekten verdeutlicht das IfBB – Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe der Hochschule Hannover – am Beispiel von Binsen und Spargelschalen, wie sich solche Reststoffe gezielt einsetzen lassen: sowohl zur Ressourcenschonung als auch zur Beeinflussung von Materialeigenschaften.

Im Projekt „I-RoBi“ dienen Binsen als nachhaltiger Rohstoff für Dämm- oder Füllstoffe in Kunststoffcompounds. Ziel ist es, Aufbereitungs- und Weiterverarbeitungsmethoden zu entwickeln und konkrete Anwendungsszenarien aufzuzeigen. Langfristig soll so eine regionale Wertschöpfung auf Basis lokal verfügbarer Rohstoffe entstehen.

Das Projekt SpaPlast II untersucht die Nutzung von Spargelreststoffen in der kunststoffverarbeitenden Industrie. Im Fokus steht eine skalierbare, ressourcenschonende und wirtschaftlich tragfähige Anwendung spargelverstärkter Materialien. Neben der Einsparung fossiler Ressourcen eröffnen sich dadurch auch neue Absatzmöglichkeiten für landwirtschaftliche Reststoffe.

Vorgestellt werden die Projekte auf der diesjährigen Hannover Messe auf dem Gemeinschaftsstand des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (20. bis 24. April).

  • Spargel
  • Forschung