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Grünkohl & Schwarzwurzel - Nährstoffdichte, Lagerfähigkeit und kulinarischer Vielfalt

Sie gelten als robust, bodenständig und ein wenig sperrig. Grünkohl und Schwarzwurzel stehen für eine Küche, die sich Zeit nimmt – für Saisonalität, für handwerkliche Zubereitung und für Aromen mit Tiefgang, so Deutsches Obst und Gemüse. 

Grünkohl
© Kathas_Fotos/Pixabay

Beide zählen zu den klassischen Wintergemüsen aus heimischem Anbau. Sie sind saisonal verfügbar, gut lagerfähig und liefern in der kalten Jahreszeit wertvolle Nährstoffe. Damit stehen Grünkohl und Schwarzwurzel exemplarisch für eine ausgewogene, aber auch abwechslungsreiche und genussvolle Ernährung – gerade dann, wenn das Frischeangebot überschaubarer wird.

Grünkohl ist frosthart – und profitiert sogar davon. Niedrige Temperaturen mildern seine dezente Bitternote und verleihen ihm ein rundes, beinahe süßliches Aroma. In Deutschland wird er auf rund 1.200 ha* angebaut, vor allem in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Die Haupternte beginnt im Spätherbst und reicht je nach Sorte und Witterung bis in den Februar. Der jährliche Ertrag liegt bei rund 24.000 t*.

Schwarzwurzeln spielen mengenmäßig eine deutlich kleinere Rolle. Die bundesweite Anbaufläche liegt bei unter 1.000 ha, mit Schwerpunkten in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Bayern. Die Ernte beginnt im Oktober, durch Lagerung in kühlen, feuchten Räumen ist eine Vermarktung bis ins Frühjahr möglich. Ihr arbeitsintensiver Anbau erklärt ihren Nischenstatus – und ihren besonderen Wert.

Grünkohl ist besonders im Norden tief verwurzelt – in ländlichen Küchen ebenso wie in regionalen Traditionen. Gleichzeitig hat er längst internationale Küchen erobert und findet sich heute in Bowls, Pasta oder als Grünkohl-Chips wieder.

Schwarzwurzeln waren nie die schillernden Stars der Gemüsetheke und gerieten zeitweise sogar beinahe in Vergessenheit. Doch ihr Comeback hat begonnen: Vor allem in der klassischen französischen Küche und der zeitgenössischen Gemüsegastronomie feiern sie ihre Rückkehr.

*Quelle: Destatis, BLE

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