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Großbritannien: Kontrollausnahme soll länger gelten

Die britische Regierung will die Ausnahmeregelung für Pflanzengesundheitskontrollen bei Obst und Gemüse der mittleren Risikokategorie aus der EU, der Schweiz und Liechtenstein bis zum 31. Januar 2028 verlängern. Bislang sollte sie am 31. Januar 2027 auslaufen. 

Eine Vielzahl von frischem Gemüse, darunter Kopfsalat, Radieschen, Karotten, Gurken, und Paprika, auf einem Tisch angeordnet.
© Alexander Raths/AdobeStock

Hintergrund ist das geplante Abkommen zwischen Großbritannien und der EU über gesundheitspolizeiliche und pflanzenschutzrechtliche Maßnahmen (SPS-Abkommen). Dieses würde entsprechende Kontrollen für Obst und Gemüse aus der EU überflüssig machen, teilt das britische Landwirtschaftsministerium Defra mit.

Die Ausnahme war 2024 bei der Einführung der Einfuhrkontrollen nach dem Border Target Operating Model (BTOM) geschaffen worden. Sie sollte Unternehmen mehr Zeit geben, sich auf die bevorstehenden Kontrollen von Pflanzen und Pflanzenerzeugnissen der mittleren Risikokategorie vorzubereiten. Die betreffenden Waren wurden deshalb vorübergehend von Pflanzengesundheitskontrollen ausgenommen. Die Verlängerung bis Ende Januar 2028 entspricht dem vorgeschlagenen Ende der stufenweisen Übergangsphase.

Die Verhandlungen über das SPS-Abkommen sind nach Angaben der britischen Regierung weit fortgeschritten. In einer schriftlichen Antwort an das Parlament vom 28. Oktober bekräftigte sie das Ziel, die Verhandlungen vor dem nächsten EU-UK-Gipfel am 20. November abzuschließen.