2 Min Lesezeit X Facebook LinkedIn

Fruit Attraction: Deutsche Branche mit größerem Auftritt in Madrid

Vom 6. bis 8. Oktober präsentieren sich auf der diesjährigen Fruit Attraction 21 Unternehmen der deutschen Obst- und Gemüsewirtschaft auf dem vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) geförderten German Pavillon auf dem IFEMA-Messegelände in Madrid. Im vergangenen Jahr waren 15 Unternehmen beteiligt.

Lisa Kloke, Auskunftsperson des German Pavillon und Dr. Christian Weseloh, Geschäftsführer der BVEO
Lisa Kloke, Auskunftsperson des German Pavillon und Dr. Christian Weseloh, Geschäftsführer der BVEO
© BVEO

Mit 384 Quadratmetern ist der deutsche Gemeinschaftsstand der bislang größte deutsche Auftritt auf der internationalen Fachmesse. Sieben der beteiligten Unternehmen sind Mitglieder der Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse (BVEO), die das Engagement auf der Fruit Attraction vor mehreren Jahren initiiert hat und auch in diesem Jahr auf dem Stand vertreten ist.

Die Fruit Attraction zählt zu den wichtigsten internationalen Treffpunkten der Obst- und Gemüsewirtschaft. In diesem Jahr werden mehr als 2.500 ausstellende Unternehmen und über 120.000 Fachbesucher aus rund 150 Ländern erwartet. Im Mittelpunkt stehen unter anderem der Austausch über Trends und Innovationen sowie internationale Geschäftsbeziehungen. Für die deutschen Unternehmen bietet die Messe Gelegenheit, bestehende Handelskontakte zu pflegen und neue Geschäftsbeziehungen und Absatzmärkte zu erschließen.

„21 Unternehmen und damit 40 % mehr als im vergangenen Jahr zeigen die wachsende Bedeutung der Fruit Attraction für unsere Branche. Die Messe bietet den Unternehmen die Möglichkeit, ihre Produkte international zu präsentieren und bestehende sowie neue Geschäftsbeziehungen auszubauen“, sagt Dr. Christian Weseloh, Vorstand des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) und Geschäftsführer der BVEO.

Für die BVEO ist der Messeauftritt zugleich Anlass, auf die schwierigen Rahmenbedingungen der heimischen Produktion hinzuweisen. Deutsche Obst- und Gemüsebaubetriebe produzieren nach hohen Qualitäts-, Umwelt- und Sozialstandards und investieren unter anderem in Biodiversität, Wasser- und Klimaschutz sowie in moderne und ressourcenschonende Produktionsverfahren. Gleichzeitig sind die Arbeits- und Produktionskosten in den vergangenen Jahren gestiegen.

„Wir brauchen ein echtes Level Playing Field in Europa. Zusätzliche nationale Vorgaben und Gold-Plating schwächen die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe gegenüber europäischen und internationalen Wettbewerbern“, betont Weseloh. „Gerade in geopolitisch unsicheren Zeiten muss zudem die Versorgungssicherheit wieder stärker in den Mittelpunkt rücken. Wer auch künftig heimisches Obst und Gemüse auf unseren Tellern haben will, muss den Betrieben ermöglichen, wirtschaftlich und wettbewerbsfähig zu produzieren.“ Die BVEO nutzt die drei Messetage für Gespräche mit Unternehmen, Handel, politischen Vertretern, Verbänden und internationalen Partnern.