Regional zeigt sich ein gespaltenes Bild: Während Anbaugebiete in Zentral- und Südfrankreich mit Erträgen von 16 % auf 45.200 t bzw. 15 % auf 25.300 t gegenüber dem Vorjahr positiv hervorstechen, verzeichnen Nord-Pas-de-Calais (-18 % auf 23.100 t) sowie die Basse Normandie/Bretagne im Westen (-10 % auf 48.000 t) deutliche Rückgänge.
Schwache Nachfrage, volle Märkte
Die Vermarktungssaison sei laut Agreste von einer Abfolge schwieriger Phasen geprägt gewesen. Überdurchschnittlich milde Temperaturen hätten die Nachfrage gedämpft – Verbraucherinnen und Verbraucher griffen bei warmem Wetter schlicht seltener zu Wintergemüse. Eine kurze Erholung Anfang Januar, als Kälte und Schnee die Ernte erschwerten und die Nachfrage leicht belebten, sei schnell wieder verpufft. Im Gesamtmonat Januar hätten die Preise 20 % unter dem Vorjahreswert und 13 % unter dem Fünfjahresmittel gelegen.
Im Februar habe sich die Lage weiter verschlechtert: Starke Niederschläge hätten zwar die Ernte zeitweise behindert, die Nachfrage sei aber dennoch zu schwach geblieben, um die verfügbaren Mengen aufzunehmen. Die Erzeugerpreise lagen laut Agreste 31 % unter dem Vorjahreswert und 27 % unter dem Fünfjahresmittel.
Im Außenhandel verzeichnete Frankreich zwischen Mai 2025 und Januar 2026 bei Lauch und anderen Zwiebelgemüsen Exporte von 7.700 t (+7 % gegenüber Vorjahr) und Importe von 12.300 t (-2 %). Rund 10 % des in Frankreich konsumierten Lauchs stammen aus Importen, das Außenhandelsdefizit sank um 14 % auf rund 4.600 t.