von Inga Detleffsen 2 Min Lesezeit X Facebook LinkedIn

Frankreich: Haushalte investieren wieder stärker in Frischeprodukte

Wie die französische Fachseite Linéaires.com unter Berufung auf das Marktforschungsinstitut Circana berichtet, haben die Ausgaben der französischen Haushalte für Frischeprodukte (Produits Frais Traditionnels, PFT) im bisherigen Jahresverlauf um 4,8 % gegenüber 2024 zugenommen.

Gemüseabteilung in einem kleinen französischen Laden
Kleine Spezialisten überzeugen die Konsumenten mit frischer, regionaler Ware - hier in Bordeaux.
© Inga Detleffsen

Zu den „PFT" zählen in Frankreich die klassischen Frischeprodukte, die oft an Bedienungstheken oder lose verkauft werden. Dazu gehören neben Obst und Gemüse auch Fleisch, Fisch, Käse oder Feinkostprodukte - nicht jedoch vorverpackte Ware, z.B. Aufschnitt oder Joghurt. 

„Die Entspannung bei den Lebensmittelpreisen seit über einem Jahr ermöglicht es den Konsumenten, wieder mehr in Frischeprodukte zu investieren“, erklärte dazu Emily Mayer, Business Insight Director bei Circana, auf LinkedIn. Zugleich achteten laut ihren Angaben rund 74 % der Franzosen darauf, bewusster zu konsumieren.

Spezialisten an die Spitze

Besonders profitiert hätten Spezialisten des Frischesegments, allen voran der französische Frische-Supermarkt Grand Frais, mit einem Ausgabenplus von 15,2 %. Grand Frais erfreut sich wachsender Beliebtheit: Laut NielsenIQ konnte die Kette seit 2021 einen Anstieg von 34 % verzeichnen und 7,4 Mio Haushalte erreichen. Durch den Ausbau des Filialnetzes und die für 2026 geplanten Neueröffnungen könnte Grand Frais die Marktdurchdringung weiter erhöhen und auf knapp 27 % der französischen Haushalte steigern, so die Schätzungen. 

In den klassischen großflächigen Vertriebskanälen habe sich das Wachstum nach +4,3 % im ersten Halbjahr dagegen im dritten Quartal auf +1 % verlangsamt. „Der traditionelle Frischebereich bleibt der wichtigste Frequenztreiber im Lebensmitteleinzelhandel“, so Mayer. „Doch um mit unabhängigen Fachgeschäften und Spezialisten mitzuhalten, müssen die Handelsketten weiter innovativ bleiben – und sie tun es bereits.“

Filiale des Supermarkts "Grand Frais" von außen
Insbesondere Frische-Spezialisten wie die "Grand Frais"-Kette erfreuen sich wachsender Beliebtheit.
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