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Flandern macht mit Aktionswoche auf Krise im Kartoffelsektor aufmerksam

Wie der flämische Agrarnachrichtendienst VILT (www.vilt.be) berichtet, setzt sich Landwirtschaftsminister Jo Brouns für die Gründung von Erzeugerorganisationen im heimischen Kartoffelsektor ein, um Landwirte gegenüber großen Abnehmern zu stärken.

Kartoffeln

Hintergrund ist eine anhaltende Krise mit großen Überschüssen und stark gefallenen Preisen. Seinen Vorstoß machte er zum Auftakt der „Woche unserer Kartoffel“ in Antwerpen, wo zugleich eine groß angelegte Aktion stattfand. Die Aktionswoche war von den Branchenorganisationen ABS, Belgapom, Belpotato.be, Boerenbond, Viaverda und VLAM initiiert worden. Rund 60 landwirtschaftliche Betriebe boten dem VILT-Bericht zufolge Kartoffeln zu niedrigen Preisen über Verteilstellen in ganz Flandern an. Ziel ist es, Überschüsse abzubauen, Lebensmittelbanken zu unterstützen und auf die Lage der Branche insgesamt aufmerksam zu machen. 

Nach Ansicht von Brouns liegt das Kernproblem in der Überproduktion und darin, dass viele Landwirte einzeln verhandeln müssen und dadurch anfällig für Preisdruck sind. In Erzeugerorganisationen könnten sie, so der Minister, gemeinsam auftreten, bessere Verträge abschließen und die Produktion besser abstimmen. Die Aktion kann die geschätzten Bestände von rund 600.000 t Kartoffeln zwar nicht vollständig abbauen, hat laut dem Bericht aber vor allem symbolischen Charakter und soll den Landwirten den Rücken stärken.