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Flandern: Begrenzte Schäden für Unterglas-Branche durch starken Gaspreisanstieg

Geopolitische Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Europa haben den Gaspreis zuletzt deutlich in die Höhe getrieben. Innerhalb von zwei Wochen ist dieser laut einem Bericht des flämischen Agrarnachrichtendienstes vilt.be an der TTF-Börse um nicht weniger als 40 % gestiegen. 

Paprika im Gewächshaus
© Michael Schotten

Die Auswirkungen auf den flämischen Gewächshausgartenbau scheinen demnach vorerst begrenzt zu sein. „Betriebe, die mit einem Gaskessel heizen und über den Tagesmarkt beliefert werden, müssen vorübergehend die Zähne zusammenbeißen“, erklärt Energieexperte Herman Marien. Auf längere Sicht rechnet er mit einer Normalisierung der Preise. Innerhalb von zwei Wochen war der Gaspreis von 28,37 Euro pro Megawattstunde auf 40,04 Euro gestiegen.  

Experten führen diese Entwicklung auch auf die zunehmenden Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Europa im Zusammenhang mit Grönland zurück. Die USA haben Russland teils als wichtigsten Gaslieferanten ersetzt. Auch der strenge Winter in den Vereinigten Staaten und eine höhere Inlandsnachfrage könnten eine Rolle gespielt haben. Inzwischen haben sich die geopolitischen Spannungen wieder ein wenig gelegt, und es ist eine Stabilisierung des Gaspreises zu beobachten. Herman Marien erwartet, dass sich der Preis mittelfristig wieder normalisiert. „Wenn man die Preise über einen längeren Zeitraum betrachtet, sind die Schwankungen deutlich geringer. Es drohen keine Engpässe, die Versorgung ist nicht gefährdet, und die geopolitischen Spannungen haben sich vorerst wieder beruhigt.“

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