von Fred Meintjes 2 Min Lesezeit X Facebook LinkedIn

Südafrikanische Früchte stranden aufgrund zunehmender Probleme im Nahen Osten

Südafrikanische Exporteure, die Obst in den Nahen Osten liefern, gaben an, dass sich eine große Anzahl von Containern noch immer auf Schiffen im Golf befindet, nachdem sie nicht in regionalen Häfen entladen werden konnten.

Schiffsblockaden im Mittleren Oste angezeigt
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Am stärksten betroffen seien Exporteure von Steinobst und Trauben. Berichten zufolge sind 176 Container mit Steinobst betroffen.
Die Früchte müssen nun zu indischen Häfen transportiert und von dort aus zu anderen Häfen im Nahen Osten umgeschlagen werden. Wie viele Container mit Tafeltrauben betroffen sind, sei ungewiss.

„Die Situation entwickelt sich weiter“, sagte ein Sprecher des Branchenverbands für Trauben, Sati. „Der Traubensektor wird von den aktuellen Ereignissen im Nahen Osten ebenso betroffen sein wie andere Rohstoffe und Branchen. Die Reedereien leiten ihre Schiffe zu alternativen Häfen um“, fuhr der Sprecher fort. „Kurzfristig kann dies zu einer Über- oder Unterversorgung der Märkte und zu Preisdruck führen. Es wird Kostenfolgen geben – zusätzliche Zuschläge durch die Reedereien und wahrscheinlich Einkommensverluste durch Lieferungen, die die vorgesehenen Märkte nicht erreichen können.“

Für Trauben stellte Sati fest, dass die Auswirkungen möglicherweise weniger gravierend sein werden als bei Rohstoffen, die stärker von den Märkten im Nahen Osten abhängig sind, da nur 4 % der nationalen Traubenmengen, die in der Saison 2024/25 verschifft wurden, in diese Region exportiert wurden. „Allerdings werden die Nebenwirkungen, wie bspw. Engpässe in der globalen Lieferkette, voraussichtlich erhebliche Auswirkungen haben“, so der Branchenverband. „Der Druck durch zusätzliche Versandzuschläge und potenzielle Einkommensverluste kommt in einer äußerst schwierigen Saison, in der die Tafeltraubenproduzenten zahlreichen Faktoren ausgesetzt sind, die Druck auf die Wertschöpfungskette ausüben.“

Für Steinobst aus Südafrika komme der Krieg im Nahen Osten zu einem besonders ungünstigen Zeitpunkt. „Die Erzeuger und Exporteure haben bereits stark unter Störungen und Verzögerungen im Hafen von Kapstadt gelitten, wodurch sich ihre Lieferungen an die traditionellen Märkte in Großbritannien und Europa verzögert haben“, fügte der Sprecher hinzu. „Wir können uns Verluste im Nahen Osten kaum leisten.“ Es sei unklar, inwieweit die frühen Exporte von Äpfeln, Birnen und Zitronen in den Nahen Osten betroffen sind. Quellen zufolge ist es nicht möglich, Frachtraum für den Nahen Osten zu buchen, und es ist davon auszugehen, dass die Lieferungen für einige Zeit beeinträchtigt sein werden.

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