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Europäische Traubensaison: KÖLLA Group sieht „guten Auftakt mit klarer Richtung“

Für die europäische Trauben-Saison 2026 zeichnet sich laut den Produktspezialisten der KÖLLA Group bereits früh ein insgesamt positives Bild ab. Die wichtigsten europäischen Anbaugebiete würden unter stabilen Bedingungen starten und „eine solide Grundlage für eine ausgewogene Versorgung sowie überzeugende Qualitäten“ bieten.

Trauben an der Rebe
© KÖLLA Group

Die klimatischen Bedingungen in den vergangenen Wochen und Monaten hätten in den meisten europäischen Regionen eine gute Ausgangslage geschaffen. In Spanien und Griechenland seien Winter und Frühjahr weitgehend stabil verlaufen. Ausreichende Niederschläge, eine solide Anzahl an Kältestunden und ruhige Bedingungen während der Blütephase hätten für einen gleichmäßigen Austrieb und einen gesunden Fruchtansatz gesorgt. Auch in Italien sei die Ausgangslage insgesamt positiv, zeige jedoch stärkere regionale Unterschiede. In Apulien hätten kühlere Frühjahrsbedingungen und erhöhte Niederschläge zu einer leichten Verzögerung in der Entwicklung geführt, die sich aktuell im Bereich weniger Tage bewege. Deutlich dynamischer sei die Witterung in Sizilien verlaufen. Ein ausgeprägter Kälteeinbruch im Übergang zum Frühjahr - verbunden mit starken Winden und intensiven Niederschlägen - habe die Entwicklung der Reben spürbar gebremst. Gleichzeitig zeige sich, dass diese Ereignisse keine nachhaltigen Schäden in den Beständen verursacht haben. „Wir sehen aktuell eine Verschiebung im Timing, aber keine grundsätzlichen Probleme in der Entwicklung. Entscheidend ist, dass die Pflanzen gesund sind - und das ist der Fall", ordnet Nicola Melillo die Situation ein. 

Markt & Wettbewerb

Nach den negativen Erfahrungen der Vorsaison, bei der ein konstantes Überangebot die Saison dominierte, sei eine deutlich vorsichtigere Marktstrategie zu beobachten. Sowohl Produzenten als auch Vermarkter agierten zurückhaltender und orientierten sich stärker an realen Marktbedingungen. Frühzeitige Preisabsprachen wie im letzten Jahr seien in diesem Jahr vermieden worden, um sich besser an die tatsächliche Marktentwicklung anzupassen. „Der Markt ist dieses Jahr deutlich rationaler - Entscheidungen werden stärker entlang der tatsächlichen Nachfrage getroffen", beschreibt Marcus De Luca die aktuelle Entwicklung. Aus Sicht von Alberto Hoffmann wird es nun entscheidend sein, die Mengen kontinuierlich und marktgerecht zu platzieren - um unkontrollierte Überangebote im Markt zu vermeiden. „Gleichzeitig müssen wir gemeinsam dafür sorgen, dass die deutlich gestiegenen Produktionskosten realistisch abgebildet und die hohen Investitionen in neue Sorten vom Markt honoriert werden. Wir sind überzeugt, dass durch die gemeinsame Anstrengung der gesamten Lieferkette der Traubenkonsum nachhaltig weiterwachsen wird", so Alberto Hoffmann.