Durch die Maßnahme sollen die Mitgliedstaaten die Möglichkeit erhalten, auf den Fonds zurückzugreifen, um verschiedenste Notlagen zu bewältigen und landwirtschaftliche Krisen auf nationaler oder regionaler Ebene abzufedern. Gleichzeitig soll ihnen ein größerer Handlungsspielraum eingeräumt werden, ihre Landwirtschaft durch nationale Beihilfen zu unterstützen.
Einige Mitgliedstaaten, darunter Frankreich und Spanien, haben laut einem Bericht des flämischen Agrarnachrichtendienstes VILT (www.vilt.be) von dieser Möglichkeit bereits Gebrauch gemacht, bspw. zur Förderung des Erwerbs von Agrardiesel. Der Vorstoß der Europäischen Kommission steht im Zusammenhang mit den deutlich gestiegenen Preisen für stickstoffhaltige Düngemittel, die auf die hohen Gaspreise zurückzuführen sind. Diese Entwicklung wird mit dem Krieg im Nahen Osten in Verbindung gebracht. Zusätzlich werden etwa 30 % der weltweit produzierten Kunstdünger über die Straße von Hormus transportiert, die seit Beginn des Krieges im Iran blockiert ist.