Ecuadors Bananenexporte wachsen 2025 um 3,9 Prozent
Die Bananenexporte aus Ecuador haben das Jahr 2025 mit einem Wachstum von 3,9 % abgeschlossen. Wie der Verband der ecuadorianischen Bananenexporteure AEBE mitteilt, seien insgesamt 378,41 Mio Kartons exportiert worden, nach 364,19 Mio Kartons im Jahr 2024.
Nach einem dynamischeren Verlauf im ersten Halbjahr habe sich das Wachstum im weiteren Jahresverlauf abgeschwächt und zum Jahresende bei rund 3 % stabilisiert. Insgesamt habe sich die Entwicklung 2025 in zwei klar unterscheidbare Phasen gegliedert, so der Verband. Während im ersten Halbjahr die wichtigsten Wachstumsimpulse gesetzt worden seien, hätten insbesondere April und Juni mit Zuwächsen von 3,27 Mio bzw. 3,98 Mio Kartons gegenüber dem Vorjahr hervorgestochen. Im Juni habe das kumulierte Wachstum mit 5,41 % seinen Höchststand erreicht. Ab dem dritten Quartal habe sich die Exportdynamik abgeschwächt, sodass das kumulierte Wachstum bis September auf 3,33 % zurückgegangen sei. In den letzten Monaten des Jahres habe sich die Entwicklung jedoch stabilisiert, sodass 2025 mit einem anhaltenden Wachstum von rund 3,5 % abgeschlossen worden sei.
Exportwachstum von einzelnen Märkten getragen
Nach Absatzmärkten betrachtet sei das Wachstum stark konzentriert gewesen. Den größten Beitrag hätten Russland, die Europäische Union und der Nahe Osten geleistet. Russland habe sich mit einem Jahreswachstum von 14,99 % und einem Beitrag von +2,74 Prozentpunkten als wichtigster Wachstumstreiber etabliert, gefolgt von der Europäischen Union (+8,96 %, +2,61 pp) und dem Nahen Osten (+11,74 %, +1,62 pp). Demgegenüber habe Afrika als größter Bremsfaktor gewirkt. Dort habe ein deutlicher Rückgang von 68,36 % das Gesamtergebnis um 4,06 Prozentpunkte belastet. Rückgänge seien zudem in Zentralasien, im Vereinigten Königreich und in Ozeanien verzeichnet worden. Dies zeige, dass das Wachstum 2025 weniger auf eine breit angelegte Nachfragesteigerung zurückzuführen gewesen sei, sondern vor allem auf die Entwicklung einzelner Schlüsselmärkte.
Anspruchsvolles Marktumfeld prägt Jahresabschluss 2025
Der Jahresabschluss 2025 sei laut AEBE von einem insgesamt anspruchsvollen Umfeld geprägt gewesen. Im Jahresverlauf habe sich der Sektor mit Handelsrestriktionen, darunter dem Wegfall des algerischen Marktes, Zollspannungen mit den USA, einer zwischenzeitlich nachlassenden Nachfrage in Europa sowie mit produktionsseitigen Herausforderungen infolge klimatischer Schwankungen konfrontiert gesehen. Zusätzlich sei im Dezember das Auftreten von Fusarium TR4 in Ecuador bestätigt worden. Dies habe umgehend Notfallmaßnahmen im Pflanzenschutz, verschärfte Biosicherheitskontrollen sowie eine koordinierte institutionelle und technische Reaktion ausgelöst. Trotz der damit verbundenen Unsicherheiten habe das enge Zusammenspiel von öffentlicher Hand und Privatsektor dazu beigetragen, die Auswirkungen einzugrenzen und das Jahr ohne nennenswerte Beeinträchtigung der Exportströme abzuschließen.
Moderates Wachstum für 2026 erwartet
Für 2026 rechnet der Verband mit einem Wachstum von rund 2 %. Dieses werde durch die Widerstandsfähigkeit des Sektors sowie die Stärke von Märkten wie Russland, der Europäischen Union und Asien gestützt. Gleichzeitig hänge die weitere Entwicklung von phytosanitären Risiken, klimatischen Ereignissen, Sicherheitsfragen sowie anhaltenden logistischen Engpässen ab. Vor diesem Hintergrund seien Produktdifferenzierung, die Diversifizierung der Absatzmärkte, der Einsatz neuer Technologien und ein konsequenter Fokus auf Nachhaltigkeit entscheidend, um die Wettbewerbsfähigkeit ecuadorianischer Bananen in einem zunehmend anspruchsvollen internationalen Umfeld zu sichern, so AEBE.