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Dutch Greenhouse Delta/Netherlands Water Partnership: Stärkung integrierter Wasser- und Gartenbaulösungen

Da sich die Herausforderungen der Wasserknappheit und der Ernährungssicherheit weltweit zunehmend überschneiden, sind integrierte Lösungen nicht mehr optional. Dutch Greenhouse Delta (DGD) und die Netherlands Water Partnership (NWP) haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, um ihre Zusammenarbeit auf internationaler Ebene zu stärken.

Mirjam Boekestijn (DGD) und Rick Elmendorp (NWP)
Mirjam Boekestijn (DGD) und Rick Elmendorp (NWP) im Ratssaal der Gemeinde Westland
© Dutch Greenhouse Delta

Durch die strukturelle Verknüpfung des niederländischen Know-hows in den Bereichen Wassermanagement und Gewächshausgartenbau wollen die beiden Organisationen eigenen Angaben zufolge ein kohärenteres und effektiveres niederländisches Angebot in Regionen positionieren, in denen Klimadruck, begrenzte Wasserressourcen und die Notwendigkeit einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion zusammenkommen.

Laut Rick Elmendorp, Direktor und Vorsitzender der Netherlands Water Partnership, kann kein einzelner Sektor die heutigen miteinander verknüpften Herausforderungen im Bereich Wasser und Ernährung alleine bewältigen. Daher sei eine strategische Zusammenarbeit zwischen Wasserexpertise und gartenbaulicher Innovation unerlässlich, um nachhaltige, klimafeste Lösungen mit echter Wirkung vor Ort zu liefern.

Mirjam Boekestijn, CEO von Dutch Greenhouse Delta, fügt hinzu, dass eine nachhaltige Lebensmittelproduktion zunehmend von der Verbindung eines effizienten Wassermanagements mit fortschrittlichen Gewächshaussystemen abhängt, was eine strategische Zusammenarbeit zwischen den beiden Bereichen unerlässlich macht.

Weltweit hänge die nachhaltige Lebensmittelproduktion zunehmend von zuverlässigen und effizienten Wassersystemen ab, während viele Regionen mit zunehmender Wasserknappheit und Klimastress konfrontiert seien. Diese Herausforderungen seien eng miteinander verknüpft, was sich auch im internationalen Wasser-Energie-Nahrungsmittel-Nexus-Ansatz widerspiegele.

Diese gegenseitige Abhängigkeit zeige sich besonders deutlich in der kontrollierten Landwirtschaft (Controlled Environment Agriculture, CEA), wo die Lebensmittelproduktion auf eine stabile, hochwertige Wasserversorgung und eine effiziente Wiederverwendung angewiesen sei und wo Wasser- und Energiesysteme das Klima innerhalb und um das Gewächshaus herum direkt beeinflussen. Dahinter stehe die Überzeugung, dass lokale Lebensmittelsysteme nur dann gedeihen können, wenn Wasser verantwortungsbewusst und nachhaltig bewirtschaftet wird. Die gemeinsame Betrachtung dieser Aspekte anstelle einer isolierten Betrachtung führe zu robusteren, skalierbaren und ressourceneffizienten Systemen.

Die Absichtserklärung zwischen DGD und NWP baue auf klaren Synergien auf. Durch die Verbindung von niederländischer Wassertechnologie mit fortschrittlichem Gartenbau können die beiden Sektoren integrierte Lösungen anbieten, die in wasserarmen Regionen von großer Bedeutung sind. Das gemeinsame Handeln stärke auch die internationale Sichtbarkeit, insbesondere dort, wo Regierungen nach ganzheitlichen Ansätzen für Wasser- und Ernährungssicherheit suchen. Die gemeinsame thematische Arbeit beschleunige Innovationen im Bereich Wasser innerhalb und außerhalb des Gewächshauses, während koordinierte Missionen und breitere Netzwerke die Möglichkeiten für Unternehmen erweitern, die sich als Teil eines kompletten Systems positionieren möchten.

Die Zusammenarbeit konzentriere sich vorrangig auf den Nahen Osten, gefolgt von Nordafrika und Teilen Asiens. In diesen Regionen seien die Verfügbarkeit von Wasser, die Nachfrage nach Nahrungsmitteln und klimatische Herausforderungen eng miteinander verknüpft. In solchen Kontexten seien integrierte Lösungen unverzichtbar und keine Option. Durch diese Absichtserklärung können DGD und NWP gemeinsam niederländische Systemlösungen entwickeln und fördern, die langfristige Resilienz und nachhaltige lokale Produktion unterstützen.

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