von Michael Schotten 2 Min Lesezeit X Facebook LinkedIn

DOGK: Wie Shypple mit Künstlicher Intelligenz die Frischelogistik verändert

Wie Künstliche Intelligenz (KI) die Logistik für Obst und Gemüse effizienter und transparenter machen kann, stand im Mittelpunkt eines Vortrags von Shypple auf dem Deutschen Obst- und Gemüsekongress (DOGK). Lisa Kroll, Country Manager Germany, und Shypple-Gründer und CEO Jarell Habets erläuterten auf der Berry Stage, wie KI dabei helfen kann, die wachsende Informationsflut in der Frischelogistik zu bewältigen. 

Drei Personen, rechts ein Mann verschwommen, in der Mitte ein Mann mit brauner Jacke und links ine Frau mit weißem Pullover.

E-Mails, Statusmeldungen, Dokumente, Ankunftszeiten und kurzfristige Änderungen gehören für Importeure zum täglichen Geschäft. Gerade bei verderblichen Waren können Verzögerungen schnell zu Problemen führen. Shypple setzt deshalb auf KI, um große Datenmengen automatisiert auszuwerten, relevante Informationen frühzeitig zu erkennen und die Vorhersagbarkeit von Lieferungen zu verbessern. Ein zentraler Punkt dabei ist das Prinzip „Human in the Loop“. Die Technologie übernimmt dabei repetitive und zeitaufwendige Aufgaben, während die entscheidenden Bewertungen und Entscheidungen weiterhin beim Menschen liegen. „Es geht nicht darum, Menschen durch Technologie zu ersetzen“, erklärte Habets. Vielmehr solle KI die Fachleute im Bereich der Frischwarenlogistik mit besseren und schneller verfügbaren Informationen unterstützen. Zu den Einsatzmöglichkeiten zählt u.a. die Echtzeitverarbeitung von Sendungsinformationen. Das System kann beispielsweise eine Vielzahl von E-Mails, Statusmeldungen und Dokumenten automatisch analysieren und daraus relevante Signale ableiten. Auch auf mögliche Verzögerungen kann so früher hingewiesen werden, vor allem bei Veränderungen im Transportablauf oder Störungen an Häfen. 
Lisa Kroll betonte, dass gerade im deutschen Markt noch erhebliches Potenzial für die Digitalisierung von Logistikprozessen besteht. Sie zeigte praktische Ansätze auf, wie Unternehmen KI schrittweise in ihre bestehenden Abläufe integrieren können. „Nicht als Ersatz für die Fachleute, sondern als Werkzeug für schnellere und fundiertere Entscheidungen“, so Kroll. Für die Frischelogistik sind frühzeitige Information in besonderem Maße relevant. Kurze Lieferzeiten, enge Kalkulationen und die begrenzte Haltbarkeit von Obst und Gemüse erhöhen den Druck auf alle Beteiligten der Lieferkette. KI kann hier dazu beitragen, Transparenz zu schaffen und den manuellen Aufwand bei Sendungsverfolgung und Dokumentenprüfung zu reduzieren.