Deutschlands Appetit auf Nüsse und Trockenfrüchte wächst weiter
Deutschland bleibt Europas größter Absatzmarkt für Nüsse und Trockenfrüchte und gewinnt für internationale Exporteure weiter an Bedeutung. Besonders die USA profitieren von der starken Nachfrage, bilanziert das USDA in einem gerade veröffentlichten Report. Mit einem Marktanteil von 46 % waren die USA demnach im Jahr 2025 mit Abstand wichtigster Lieferant von Nüssen und Erdnüssen. Insgesamt importierte Deutschland im vergangenen Jahr rund 481.000 t Nüsse im Wert von 3,1 Mrd US-Dollar.
Neben den Vereinigten Staaten zählen die Türkei, Spanien, Chile und die Niederlande als Re-Exporteur zu den wichtigsten Anbietern. Allein die US-Exporte erreichten 186.420 t im Wert von 1,4 Mrd US-Dollar. Besonders gefragt sind geschälte Mandeln, Pistazien in der Schale und geschälte Walnüsse aus den USA. Dabei zeigen Pistazien die dynamischste Entwicklung und gelten derzeit als Wachstumstreiber im Exportgeschäft, heißtes in dem Bericht. Gleichzeitig wächst der Konkurrenzdruck: Spanien und Italien behaupten sich bei Mandeln, während Iran und die Türkei im Pistazien-Segment sowie Chile und die Ukraine bei Walnüssen starke Wettbewerber sind.
Auch bei Trockenfrüchten bleibt Deutschland ein bedeutender Importmarkt. 2025 wurden rund 172.500 t im Wert von 814 Mio US-Dollar eingeführt. Die USA lieferten davon gut 14.000 t im Wert von 57,6 Mio US-Dollar und gehören damit zu den Top-Anbietern hinter der Türkei, Südafrika und China. Zu den wichtigsten US-Produkten zählen Cranberries, Trockenpflaumen und Rosinen. Doch auch hier ist der Wettbewerb intensiv: Kanada und Chile dominieren bei Cranberries, während Chile, Frankreich und Polen bei Trockenpflaumen sowie Südafrika und die Türkei bei Rosinen stark vertreten sind.
Der Trend ist aus Sicht des USDA klar: Deutschlands Markt für Nüsse und Trockenfrüchte wächst weiter und bleibt gleichzeitig hart umkämpft. Besonders bei Pistazien deutet vieles darauf hin, dass der Boom noch längst nicht seinen Höhepunkt erreicht hat.