„Wir wollen raus aus der Defensive und mehr Öffentlichkeitsarbeit betreiben", sagte Fred Eickhorst, Vorstandssprecher des Verbandes der Spargel- und Beerenanbauer, zur Saisoneröffnung. Ziel der Kampagne sei es, Verbraucherinnen und Verbraucher sowie politische Entscheidungsträger darüber zu informieren, wie deutsche Heidelbeeren produziert werden und welchen Beitrag die heimischen Betriebe zur regionalen Versorgung leisten.
Eickhorst betonte zugleich die Bedeutung verlässlicher Rahmenbedingungen für die Branche. Vor allem junge Betriebsleiter benötigten „ermutigende Signale und Unterstützung aus Gesellschaft, Handelspartnern und Politik, die einen klaren Kurs mit Sicherheit vermitteln". Gefragt sei ein Zukunftsbild der Landwirtschaft, das den Betrieben Perspektiven gebe und Investitionen in den heimischen Anbau fördere.
Für die Ernte 2026 sieht der Verband gute Voraussetzungen. „Die Startbedingungen für eine gute Heidelbeerernte 2026 sind jedenfalls gegeben", erklärte Eickhorst. Nun hoffe man auf einen erfolgreichen Saisonverlauf und eine hohe Nachfrage nach deutscher Ware. „Angebot und Nachfrage sollten zueinander passen, damit unsere Betriebe auskömmliche Preise erzielen können. Dann wird der Heidelbeeranbau und die regionale Produktion auch weiter erhalten bleiben."
Mit Blick auf den Markt richtete der Vorstandssprecher einen deutlichen Appell an den Lebensmitteleinzelhandel: „Ich hoffe, dass der Handel schnell auf deutsche Heidelbeeren umsteigt und uns in der Vermarktung des saisonalen regionalen Produktes Heidelbeere unterstützt."
Die Saisoneröffnung fand auf dem Bickbeernhof der Familie Herse in Landesbergen-Brokeloh statt. Neben Einblicken in den Betrieb stellte Felix Koschnik von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen die aktuelle Situation des Heidelbeeranbaus anhand von Zahlen und Marktdaten vor. Anschließend eröffnete Heidelbeerkönigin Selina I. die deutsche Heidelbeersaison offiziell.
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