Während importierte landwirtschaftliche Güter im Durchschnitt um 5,5 % günstiger waren als im Vorjahresmonat, verteuerten sich wichtige Vorleistungen deutlich. Besonders Düngemittel und Stickstoffverbindungen kosteten 31,4 % mehr als im Mai 2025. Auch die Energiepreise lagen infolge des Nahostkonflikts deutlich über dem Vorjahresniveau.
Bei den Agrarprodukten entwickelten sich die Preise uneinheitlich: Importierte Tomaten verteuerten sich gegenüber Mai 2025 um 20,0 %, waren aber im Vormonatsvergleich saisonbedingt um 29,9 % billiger. Auf der Exportseite wurden landwirtschaftliche Güter im Mai 2026 durchschnittlich 6,5 % günstiger ausgeführt als ein Jahr zuvor. Gleichzeitig stiegen die gesamten Exportpreise um 3,4 % und damit so stark wie seit Februar 2023 nicht mehr.
Für die Obst- und Gemüsebranche bleibt die Kostenentwicklung damit widersprüchlich: Sinkende Preise für viele Agrarprodukte treffen auf weiterhin hohe Ausgaben für Betriebsmittel und Energie.