von Daniel Schmidt 2 Min Lesezeit X Facebook LinkedIn

Daten, KI und Robotik: Wie der Gartenbau der Zukunft aussehen könnte

Künstliche Intelligenz, Robotik, Sensorik und neue Anbausysteme gelten als zentrale Bausteine für die Zukunft des Obst- und Gemüsebaus. Doch welche Technologien werden den größten Einfluss auf die Produktion haben? Darüber sprach das Fruchthandel Magazin auf der GreenTech in Amsterdam mit Stef Maree, Programme Manager Autonomous Cultivation von Wageningen University & Research (WUR).

Stef Maree, Programme Manager Autonomous Cultivation von Wageningen University & Research (WUR)
Für Stef Maree liegt der Schlüssel zur Zukunft nicht in einzelnen Technologien, sondern in deren Vernetzung.
© Fruchthandel Magazin

Für Maree steht fest, dass die Zukunft weniger von einzelnen Technologien als von deren Vernetzung geprägt sein wird. Bereits heute würden entlang der Produktionskette große Mengen an Daten erfasst – von Klimadaten über Ertragsprognosen bis hin zu Informationen aus dem Pflanzenschutz. Der eigentliche Mehrwert entstehe jedoch erst dann, wenn diese Systeme miteinander kommunizieren. „Wir messen immer mehr, schaffen aber auch immer mehr Wert aus Daten“, erklärt Maree. 

Daten aus Bestandszählungen, Schädlings- und Krankheitsmanagement, Klimasteuerung oder Energiesystemen würden künftig stärker miteinander verknüpft. Dadurch könnten Zusammenhänge besser erkannt und Entscheidungen präziser getroffen werden. Diese Vernetzung verschiedener Datenquellen werde zu den wichtigsten technologischen Entwicklungen der kommenden Jahre gehören.

Auch bei der Robotik erwartet Maree deutliche Fortschritte. Der Sektor stehe unter Druck, weil Arbeitskräfte fehlen und die Lohnkosten steigen. Automatisierung sei daher eine Antwort auf konkrete Herausforderungen. Besonders im Fokus stehen derzeit Ernte-Roboter. Auf der GreenTech seien zahlreiche neue Lösungen vorgestellt worden, die vielversprechend wirkten. Er geht davon aus, dass Ernte-Roboter innerhalb der nächsten fünf Jahre deutlich stärker verbreitet sein werden. Gleichzeitig gewinnen Systeme zur automatischen Erfassung von Bestandsdaten an Bedeutung. 

Diese Anwendungen würden den Erzeugern wertvolle Informationen über den Zustand ihrer Kulturen liefern und damit gezieltere Entscheidungen ermöglichen. Ob bis 2030 bereits vollständig robotisierte Gewächshäuser Realität werden, lässt Maree offen. „Wenn ich optimistisch bin, wäre es großartig, in vier Jahren ein vollständig robotisch beerntetes Gewächshaus zu sehen“, sagt Stef Maree.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in Ausgabe 15/2026 des Fruchthandel Magazins