Für den Rückgang wird insbesondere das Schrumpfen (-1,1 %) der Anbaufläche auf 43.500 ha verantwortlich gemacht. Der leichte Rückgang sei aber auch die Marktbedingungen und die größer gewordene Konkurrenz durch rentablere Kulturen wie Kirschen, Zitronen und Mandarinen zurückzuführen. Die Anbaufläche konzentriert sich in Chile hauptsächlich auf den zentralen und südlichen Teil des Landes, insbesondere auf die Regionen Metropolitana, O’Higgins und Maule, die zusammen 73,3 % der gesamten Walnussanbaufläche ausmachen. Allerdings ging die Anbaufläche in der Region Metropolitana, der mit 15.522 ha größten Walnussanbauregion Chiles, in den letzten drei Jahren um 5,5 % zurück.
Ebenso ging die Anbaufläche für Walnüsse in den zentral-nördlichen Regionen Valparaíso und Coquimbo zurück, wo ein Verlust von 9,9 % bzw. 43,3 % zu verzeichnen war. Die chilenischen Walnussausfuhren werden im Wirtschaftsjahr 2025/26 voraussichtlich um 1,3 % auf 148.000 t (MT) zurückgehen, was dem USDA zufolge auf das geringere Produktionsvolumen trotz starker weltweiter Nachfrage zurückzuführen ist. „Chile arbeitet aktiv daran, den von Indien, einem seiner wichtigsten Märkte, erhobenen Zollsatz von 100 % zu senken, um seinen Marktanteil weiter auszubauen. Darüber hinaus hat das begrenzte weltweite Angebot die Preise hochgehalten, wodurch chilenische Walnüsse auf den internationalen Märkten weiterhin wettbewerbsfähig sind. Wichtige Exportziele wie Indien, die Türkei, Italien und Deutschland dürften weiterhin eine bedeutende Rolle spielen“, schätzen die USDA-Marktanalysten die Situation ein.