An dem Projekt sind zwölf Erzeuger beteiligt. Bei einem Feldtag zeigte das Komitee, worauf es bei der Anlage neuer Bestände ankommt. „Wir können gute Sorten haben, aber wenn wir nicht von der Qualität der Pflanzen bis zu den Maßnahmen auf dem Feld richtig vorgehen, schöpfen wir ihr Potenzial nicht aus“, erklärte Julia Pinto, technische Leiterin des Heidelbeerkomitees. Fehler könnten dazu führen, dass Pflanzen ersetzt werden müssen und keine gleichmäßigen Bestände entstehen.
Bei Betriebsbesuchen konnten sich die Teilnehmer die praktische Umsetzung ansehen. An einem Standort läuft ein Pilotprojekt mit der Sorte Luna, an einem weiteren standen Apolo und Keepsake im Mittelpunkt. Letztere haben einen mittleren bis hohen Kältebedarf und sind damit für die Bedingungen im Süden Chiles vorgesehen.
Wichtig sei zudem eine sorgfältige Vorbereitung des Bodens. Dabei müsse berücksichtigt werden, ob auf einer Fläche zuvor Grünland, Heidelbeeren oder andere Obstarten standen. Hinzu kommen die Qualität der Jungpflanzen und eine konsequente Pflege in den ersten beiden Jahren.
Auch das Klima spielt bei der Sortenwahl eine wichtige Rolle. So müsse der Kältebedarf zum jeweiligen Standort passen. Bei Entwässerungsproblemen nach starken Niederschlägen setzt die Branche auch auf den Anbau in Substrat oder Töpfen. Gegen Spätfröste kommen verschiedene Schutzsysteme zum Einsatz.
Eine der derzeit größten Herausforderungen sind laut Pinto hohe Temperaturen während der Ernte. Das Heidelbeerkomitee sucht deshalb nach Sorten, die Hitzestress besser vertragen. Gleichzeitig sollen angepasste Maßnahmen bei der Pflege der Pflanzenkrone helfen, die Auswirkungen der Hitze auf die Fruchtqualität zu begrenzen.