Grund dafür sind geringere als erwartete Ausfälle während der Blüte- und Bestäubungsphase 2025. Die höhere Produktion ist dem aktuellen USDA-Bericht zufolge vor allem auf steigende Erträge zurückzuführen. Denn die Walnuss-Anbaufläche in Chile schrumpft weiter. Für 2026/27 wird eine Fläche von 40.323 ha erwartet, rund 3,5 % weniger als im Vorjahr. Bereits 2025/26 war die Anbaufläche auf 41.722 ha gesunken – ein Rückgang von 5,2 % gegenüber 2024/25 und von fast 10 % gegenüber dem Höchststand von 46.232 ha im Jahr 2022/23. Als Gründe für den Flächenrückgang gelten insbesondere gesunkene internationale Walnusspreise, höhere Produktionskosten und damit geringere Margen für die Erzeuger. Hinzu kommen die zunehmende Verstädterung in Gebieten rund um größere Ballungszentren sowie die Konkurrenz durch wirtschaftlich attraktivere Kulturen wie Kirschen, Zitronen und Mandarinen.
Für die kommende Saison sorgen zunächst die reichlichen Winterniederschläge in Zentral- und Nordzentralchile für günstige Voraussetzungen. Sie haben die Wasserreserven für die Bewässerung verbessert und zu günstigeren Bodenbedingungen beigetragen. Dadurch werden höhere Erträge erwartet, die den Rückgang der Anbaufläche mehr als ausgleichen könnten. Unsicherheiten bestehen jedoch mit Blick auf die Wetterentwicklung im Frühjahr 2026. Ein mögliches starkes El-Niño-Ereignis könnte während der Blüte- und Bestäubungsphase im September und Oktober zu Starkregen, Frösten und ungewöhnlichen Temperaturen führen. Dies würde das Risiko feuchtigkeitsbedingter Krankheiten erhöhen.