von Ralf Petrov 2 Min Lesezeit X Facebook LinkedIn

Bulgarien: Deutliche Preissteigerungen für Verbraucher

Die Globalisierung wirft wieder einmal ihren dunklen Schatten voraus: zuerst unterbrach die Covid-Pandemie die übliche Warenlieferungen, danach führte der Krieg in der Ukraine zu einem rasanten Inflationsanstieg. 

Zitronen im Supermarkt
© Ralf Petrov

Nun kündigt der Konflikt im Nahen Osten den nächsten Preisschock für die Konsumenten an. Obwohl Bulgarien vor der politischen Wende ein beneidenswertes Agrarland war, kommen inzwischen 90 % des Obstes und Gemüses auf dem Markt als Importe. Doch die steigenden internationalen Preise für fossile Kraftstoffe und Dünger wirken sich bereits auf das grüne Sortiment im Supermarkt aus. 

Hinzu kommt, dass der Konflikt im Iran die regionalen Marktverhältnisse verändert und sich sowohl auf Angebot als auch auf Nachfrage auswirkt. Laut bulgarischer Wirtschaftszeitung „Kapital“ verzeichnen die türkischen Exporte in Richtung Russland gerade einen wesentlichen Anstieg. Vor allem die Produktion von Tomaten, Paprikaschoten, Auberginen und Zitrusfrüchte würden wegen der Krise am Persischen Golf vorranging in Richtung Russland umgeleitet.

Die wirkt sich unmittelbar auf Bulgarien aus, da die größten Mengen an Obst und Gemüse auf dem lokalen Markt bisher aus der benachbarten Türkei kamen. Der aktuell steigenden Ausfuhren türkischer grüner Ware nach Russland wirken sich jetzt negativ auf die Preise im Balkanland aus. Laut staatlicher Kommission für Warenbörsen und Großmärkte wurden in der vergangenen Woche einige Arten Obst und Gemüse spürbar teurer: Zitrusfrüchte, Tomaten, Weißkraut und Paprikaschoten. Vor allem das frische Gemüse ist von dem Trend betroffen. Der regelmäßig beobachte Warenkorb stieg preislich entsprechend um einen Euro an und beträgt derzeit 58 Euro pro Woche.

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