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Brasilien: Könnte Longan als Nischenfrucht interessant werden?

Die Longan ist in China, Thailand oder Vietnam keine Besonderheit, in Brasilien dagegen bislang kaum bekannt. Das könnte sich ändern: Nach einem Bericht von Abrafrutas, dem brasilianischen Verband der Obstexporteure, wächst das Interesse an der asiatischen Frucht bei Erzeugern und Verbrauchern. Abrafrutas beruft sich dabei auf einen Beitrag des brasilianischen Nachrichtenportals Correio.

Früchte der aus Asien stammenden Longan am Baum
© Yuni - AdobeStock

Die Longan (Dimocarpus longan) gehört wie die Litschi zur Familie der Seifenbaumgewächse. Unter ihrer hellbraunen Schale verbirgt sich weißliches, saftiges Fruchtfleisch mit einem vergleichsweise süßen Geschmack. Wegen ihres Aussehens wird sie im Englischen auch als „Dragon Eye“, also Drachenauge, bezeichnet.
Für brasilianische Erzeuger könnte die Longan vor allem als Ergänzung zu etablierten Kulturen interessant sein. Abrafrutas sieht mögliche Absatzchancen zunächst in kleineren, spezialisierten Marktsegmenten – etwa im Feinkosthandel, auf spezialisierten Märkten und in der Gastronomie. Gerade weil die Frucht bislang nur selten angeboten wird, könnte sie dort Verbraucher ansprechen, die gezielt nach neuen und ungewöhnlichen Produkten suchen.
Wie groß das wirtschaftliche Potenzial tatsächlich ist, lässt sich dem Verband zufolge derzeit allerdings kaum abschätzen. Nach Angaben des Berichts liegen für Brasilien bislang keine konsolidierten Zahlen zu Anbaufläche, Produktionsmenge oder Vermarktung vor. Auch Erfahrungen mit dem Anbau sind noch begrenzt. Erste Pflanzungen sollen zwar zeigen, dass sich die Longan unter bestimmten Bedingungen in Brasilien kultivieren lässt, für Aussagen über einen großflächigen Anbau ist es jedoch noch zu früh.