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BMLEH setzt sich für besseres Angebot in Mensen und Kantinen ein

Etwa 16 Mio Menschen essen in Deutschland täglich in Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung, also in Kitas und Schulen, Mensen und Kantinen, davon allein 6 Mio Kinder und Jugendliche. Deshalb ist es das Ziel des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH), das Angebot in der Gemeinschaftsverpflegung weiter zu verbessern – für Menschen in allen Lebenslagen, so das BMLEH.

Person holt sich Essen in der Kantine
© AdobeStock

Damit die Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) künftig einfacher anwendbar werden, fördert das BMLEH das dreijährige Projekt „Update DGE-Qualitätsstandards: Wissenschaft und Praxistauglichkeit in Einklang gebracht“ mit rund 2,6 Mio Euro. Bundesminister Alois Rainer hat in Bonn den Förderbescheid für das Projekt an die Präsidentin und die Geschäftsführerin der DGE, Prof. Dr. Britta Renner und Dr. Kiran Virmani, übergeben.  

Dazu sagt Bundesminister Rainer: „Vom ersten Essen in der Kita bis zur Versorgung im Pflegeheim begleitet die Gemeinschaftsverpflegung die Menschen in vielen Lebenslagen. Gerade in Mensen und Kantinen liegt ein großer Hebel, um gesunde Ernährung ganz praktisch zu stärken. Entscheidend sind Angebote, die die Menschen gerne annehmen. Dabei zählt, was wirklich guttut: frische, ausgewogene und alltagstaugliche Verpflegung, bei der die Gesundheit im Mittelpunkt steht. Genau hier setzt das neue Projekt der DGE an. Das werden die Gäste merken – und vor allem schmecken: vom Kindergartenkind bis zu den Seniorinnen und Senioren in Pflegeeinrichtungen.“  

Die DGE-Qualitätsstandards für die Gemeinschaftsverpflegung bieten eine wissenschaftlich fundierte Grundlage für ausgewogene Essensangebote in Mensa, Kantine und Co. Immer mehr Anbieter orientieren sich an den bewährten Standards, um ihren Gästen gesunde und nachhaltige Mahlzeiten anzubieten. Es habe sich aber auch gezeigt, dass die Standards noch besser auf die konkreten Bedürfnisse im Küchenalltag zugeschnitten werden sollten, damit noch mehr Gemeinschaftsgastronominnen und -gastronomen sie als praktische Hilfestellung für ein ausgewogenes Essensangebot nutzen und die Qualität der Speisen weiter verbessern. 

Das zentrale Ziel des dreijährigen Vorhabens „Update DGE-Qualitätsstandards: Wissenschaft und Praxistauglichkeit in Einklang gebracht“ sei deshalb, die Praxistauglichkeit, Handhabbarkeit, Benutzerfreundlichkeit und Umsetzungshäufigkeit dieser Standards zu steigern. Alle Tischgäste in der Gemeinschaftsverpflegung in Deutschland sollen künftig die Möglichkeit haben, sich nach den aktuellen DGE-Qualitätsstandards gesund und nachhaltig zu verpflegen. 

Erstmals nehme man mit dem neuen Projekt auch die besonderen Anforderungen von Kindern und Jugendlichen in den Blick, die ganztags verpflegt werden – sei es in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, in Krankenhäusern, Schullandheimen oder Internaten. Für diese Gruppe wird die DGE künftig Empfehlungen entwickeln, die die bereits bestehenden Qualitätsstandards sinnvoll ergänzen. 

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