Im Mittelpunkt des Austauschs standen die wirtschaftliche Lage vieler Betriebe, der notwendige Bürokratieabbau und die Bekämpfung des Fahrermangels sowie der Finanzierungskreislauf Straße mit Blick auf Infrastruktur und Klimaschutz. Deutlich wurde dabei: Anhaltend hohe Dieselpreise, die doppelte Belastung durch CO₂-Kosten an Tankstelle und in der Maut sowie steigende Gesamtkosten verschärfen die Lage vieler Unternehmen. Aus Sicht der Betriebe verschlechtern sich damit die Wettbewerbsbedingungen im europäischen Markt weiter.
„Der Straßengüterverkehr steht unter massivem wirtschaftlichem Druck. Jetzt braucht der Mittelstand politische Entscheidungen, die im betrieblichen Alltag tatsächlich wirken“, erklärte Prof. Dr. Dirk Engelhardt, Vorstandssprecher des BGL. Im Roundtable zur Infrastruktur machte Dr. Michael Güntner (Autobahn GmbH) deutlich, dass die Instandsetzung der Straßeninfrastruktur eine zentrale Herausforderung bleibt. In der anschließenden Podiumsdiskussion formulierten die Unternehmerinnen und Unternehmer ihre Erwartungen an die Politik mit Nachdruck: Gefordert wurden faire Wettbewerbsbedingungen, spürbare Entlastungen bei Kosten und Bürokratie sowie verlässliche Rahmenbedingungen für die Transformation.
Der BGL bekräftigte seine Forderung nach schnelleren und praxistauglichen Maßnahmen, die Unternehmen tatsächlich entlasten und den Zugang zum Beruf erleichtern. Zugleich erneuerte der Verband seine Position, die Einnahmen aus der Lkw-Maut konsequent in Erhalt, Sanierung und Ausbau der bestehenden Straßen, zusätzliche Lkw-Stellplätze und die Voraussetzungen für eine klimafreundliche Transformation des Straßengüterverkehrs zu reinvestieren.
Die BGL-Politikarena 2026 habe, so die Mitteilung abschließend, deutlich gemacht: Der mittelständische Straßengüterverkehr erwartet von der Politik nicht weitere Ankündigungen, sondern konkrete Entscheidungen.