Rukwied warnte, dass diese massive Erhöhung viele landwirtschaftliche Betriebe zwingen werde, aus arbeitsintensiven Kulturen auszusteigen. Der Wettbewerb innerhalb der EU könne so nicht mehr bestanden werden, was zu einer weiteren Produktionsverlagerung ins Ausland führe.
Nach Einschätzung des DBV-Präsidenten habe der neue Mindestlohn das Potenzial, den Anbau von Obst, Gemüse und Wein in Deutschland erheblich zu gefährden. Eine Fortführung der Erzeugung im Inland wäre nur über deutliche Preissteigerungen möglich, die jedoch am Markt nicht durchsetzbar seien. Rukwied fordert daher eine Sonderregelung für saisonal Beschäftigte in der Landwirtschaft, um die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Betriebe zu sichern.