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Bauernverband kritisiert Mindestlohn-Anhebung

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, hat den Beschluss des Bundeskabinetts zur Anhebung des Mindestlohns in zwei Schritten auf 14,60 Euro ohne Ausnahmen für die Landwirtschaft scharf kritisiert.

Ein weißer Spargelkopf wächst aus der Erde und steht kurz vor der Ernte.
© FH-Magazin, nsc

Rukwied warnte, dass diese massive Erhöhung viele landwirtschaftliche Betriebe zwingen werde, aus arbeitsintensiven Kulturen auszusteigen. Der Wettbewerb innerhalb der EU könne so nicht mehr bestanden werden, was zu einer weiteren Produktionsverlagerung ins Ausland führe.

Nach Einschätzung des DBV-Präsidenten habe der neue Mindestlohn das Potenzial, den Anbau von Obst, Gemüse und Wein in Deutschland erheblich zu gefährden. Eine Fortführung der Erzeugung im Inland wäre nur über deutliche Preissteigerungen möglich, die jedoch am Markt nicht durchsetzbar seien. Rukwied fordert daher eine Sonderregelung für saisonal Beschäftigte in der Landwirtschaft, um die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Betriebe zu sichern.