2 Min Lesezeit X Facebook LinkedIn

Angebotsaktionen mit Zwetschen erreichen ihren Höhepunkt

In den zurückliegenden Wochen hat der Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland Zwetschen in den Fokus der Angebotsaktionen genommen. Vor allem Ende Juli und Anfang August war die Zahl der Werbeanstöße höher als im Vorjahr. Doch wie sieht es im bisherigen Saisonverlauf insgesamt aus, und wie haben sich die Preise in den Aktionen entwickelt? 

Pflaumen am Baum
© Di Wiltrud/AdobeStock

Zwetschen gehören zu den wenigen Produkten im Obstsortiment, die sich ihren ausgeprägten Saisoncharakter bewahrt haben. Darüber hinaus wir der Großteil der Aktionen mit deutschen Zwetschen bestückt. Nur in wenigen Fällen werden auch südosteuropäische Länder als Herkunft genannt. Die Saison der Angebotsaktionen startet meist in der 27. Woche, zunächst noch mit wenigen Werbeanstößen. Ab Ende Juli erreicht die Werbesaison dann ihren Höhepunkt, bevor sie ab Mitte September langsam ausklingt.

Zögerlicher Start verhindert besseres Ergebnis

Im bisherigen Saisonverlauf von Woche 27 bis Woche 35 waren Zwetschen insgesamt 148-mal in den Werbezetteln des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) vertreten. Damit lag die Zahl der Werbeanstöße fast exakt auf Vorjahresniveau, obwohl in den vergangenen fünf Wochen das Vorjahresniveau meist übertroffen wurde. Ausschlaggebend dafür ist der zögerliche Auftakt in die diesjährige Werbesaison. Bis zur 30. Woche blieb die Zahl der Werbeanstöße deutlich niedriger als noch 2025. Das zeigt eine Analyse auf Basis von AMI-Aktionspreise im LEH.

Von der Gesamtzahl der Werbeanstöße entfielen im bisherigen Saisonverlauf gut 95 % auf deutsche Zwetschen. Das entspricht weitgehend dem Niveau des Vorjahres. In den Jahren vor 2025 hatten importierte Zwetschen noch einen Anteil zwischen 20 % und 30 % an den Werbeanstößen. Bio-Zwischen spielen in den Aktionen kaum eine Rolle, auch wenn der Bio-Anteil zuletzt wieder gestiegen ist. Zwischenzeitlich war der Bio-Anteil auf nur noch 2 % gesunken, aktuell liegt er bei rund 8 %.

Aktionspreise im Mittel etwas niedriger

Im Vorjahr war das Angebot an Zwetschen aus Südosteuropa auf dem deutschen Markt witterungsbedingt eingeschränkt. In diesem Jahr war die Ausgangslage etwas anders. Auch für das deutsche Angebot waren die Bedingungen zunächst besser, dann schmälerte jedoch die anhaltende Trockenheit die Erträge. Das dürfte auch dazu beigetragen haben, dass die Aktionspreise nur geringfügig von denen des Vorjahres abweichen. Im Preiseinstieg ergeben sich keine Änderungen. Deutsche Zwetschen werden, wie im Vorjahr, zu Preisen ab 0,99 Euro/kg beworben. Geringfügig niedriger als im Vorjahr ist hingegen der durchschnittliche Werbepreis. Im bisherigen Saisonverlauf lag er für deutsche Zwetschen aus konventioneller Produktion bei 1,97 Euro/kg und damit um 5 % unter dem Niveau des Vorjahres.

Vereinzelte Aktionen wohl noch bis in den Oktober

Auch wenn der Höhepunkt der Angebotsaktionen mit Zwetschen mit dem Wechsel auf den September überschritten ist, wird erfahrungsgemäß auch in den kommenden vier Wochen noch mit einer hohen Anzahl an Werbeanstößen zu rechnen sein. AMI