3 Min Lesezeit X Facebook LinkedIn

Angebotsaktionen mit Süßkirschen laufen an

Süßkirschen sind ein typisches Saisonprodukt. Mehr als 95 % der Jahreseinkaufsmenge entfallen auf den Zeitraum von Mitte Mai bis Ende Juli. Nun ist es also wieder so weit, und Süßkirschen bereichern das Angebot in den Obstregalen des Lebensmitteleinzelhandels.

Reife Süßkischen am Baum

In der 22. Woche erreichen auch die Angebotsaktionen mit Süßkirschen einen ersten Höhepunkt, etwa eine Woche früher als im Vergangenen Jahr. Doch wie sieht es mit den Preisen in den ersten Aktionen aus?

Nach den witterungsbedingten Ausfällen im vergangenen Jahr wird die Ernte an Süßkirschen in der Türkei 2026 wieder deutlich höher eingeschätzt. Das wird sich auch auf das Angebot in Deutschland auswirken. Erste Anzeichen dafür gibt es bereits Ende Mai. Die Zahl der Angebotsaktionen mit Süßkirschen erreichte in der 22. Woche einen ersten Höhepunkt und war mehr als doppelt so hoch wie zur selben Zeit des Vorjahres. Damit gleicht die Entwicklung eher der im Jahr 2024. Erste Angebotsaktionen gab es im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) bereits in der 20. Woche. Das zeigt eine Analyse auf Basis von AMI-Aktionspreise im LEH.

Aus preislicher Sicht ergeben sich in den Aktionen bislang nur geringe Unterschiede zum Vorjahr. In der 20. Woche lag der niedrigste Preis in den ersten Aktionen bei 7,98 Euro/kg und damit geringfügig höher als im Vorjahr. In der aktuellen Woche werden Süßkirschen zu Preisen ab 6,60 Euro/kg beworben. Das sind rund 10 % mehr als zur selben Zeit des Vorjahres.

Türkei häufigste Herkunft in Aktionen – Ausnahme 2025

In den meisten Jahren ist die Türkei die am häufigsten genannte Herkunft in den Angebotsaktionen. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, da die Türkei auch die deutschen Importe an Süßkirschen dominiert. Wie besonders die Situation im Jahr 2025 war, wird sowohl in der Außenhandelsstatistik deutlich als auch beim Blick auf die Angebotsaktionen. Insgesamt war die Zahl der Werbeanstöße im Zeitraum von KW 20 bis KW 32 um 25 % niedriger als noch 2024. Süßkirschen aus der Türkei wurden nur 34-mal beworben, ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr von gut 67 %. Das schaffte Raum für deutsche Süßkirschen, die 2025 deutlich stärker beworben wurden als im Jahr zuvor. Das führte dazu, dass Deutschland mit einem Anteil von 44 % die meistgenannte Herkunft war, vor Spanien mit 20 %. Die Türkei landete mit einem Anteil von 13 % nur auf Rang 3. Griechenland und Italien waren weitere häufig genannte Herkünfte.

2026 wieder alles wie immer?

Auf Basis der ersten Ernteschätzung aus der Türkei ist davon auszugehen, dass sich die Verhältnisse in diesem Jahr wieder umkehren werden und die Türkei wieder deutlich stärker in den Angebotsaktionen vertreten sein wird. In den ersten Werbewochen war die Türkei jedoch noch nicht so präsent, und die ersten Aktionen wurden überwiegend mit Süßkirschen aus Spanien und Griechenland bestückt. AMI

  • Kirschen
  • Deutschland
  • LEH