Tomaten sind das mit Abstand am häufigsten beworbene Gemüse im deutschen Lebensmitteleinzelhandel (LEH). Cherry-Rispen-Tomaten machen unter den Tomaten in den Aktionen den größten Anteil aus. Wurden deutsche Tomaten beworben, handelte es sich 2025 dabei in 41 % der Fälle um Cherry-Rispen-Tomaten. Im Importangebot war ihr Anteil mit knapp 33 % etwas niedriger. Das zeigt eine Analyse auf Basis von AMI-Aktionspreise im LEH. Auch in anderen Positionen unterscheiden sich die Angebotsaktionen für Importtomaten und deutsche Ware. So werden Cherry-Roma-Tomaten deutlich stärker aus Importen beworben, während im deutschen Angebot großfrüchtige Rispen-Tomaten häufiger in Aktionen landen.
Starker Nachfrage nach Roma-Cherry-Tomaten
In den vergangenen zehn Jahren sind die Einkaufsmengen der privaten Haushalte in Deutschland um durchschnittlich gut 2 % pro Jahr gestiegen. Das zeigt die Berechnung des linearen Trends auf Basis von Daten von YouGov CP Germany. Allerdings ist der Trend nicht im gesamten Sortiment positiv. Zu den Verlierern zählen runde Tomaten, großfrüchtige Rispentomaten und runde Cherry-Tomaten. Letztere wurden bei den Verbrauchern durch lose Roma-Cherry-Tomaten ersetz, bei denen der stärkste positive Trend zu finden ist. Auch Cherry-Tomaten an der Rispe, sowohl rund als auch lang, weisen gegenüber Tomaten einen leicht überdurchschnittlichen positiven Trend auf.
Wie wird auf den auf Anstieg der Lebenshaltungskosten reagiert?
Als nach Beginn des Ukraine-Krieges die Lebenshaltungskosten in Deutschland stark gestiegen sind, war zu beobachten, dass viele Verbraucher zu niedrigpreisigen Produkten gewechselt sind. Große runde Tomaten anstelle von Cherry-Tomaten oder Blockpaprika anstelle von Snackpaprika. Nach einer kurzen Schwächephase waren die höherpreisigen Produkte wieder auf den Wachstumskurs zurückgekehrt. Dennoch wird spannend sein zu sehen, wie sich die Verbraucher in den kommenden Wochen und Monaten verhalten werden. Die bewaffneten Auseinandersetzungen im Nahen Osten haben bereits die Preise für Kraftstoffe stark steigen lassen. Damit wird die Lebenshaltung für die Verbraucher wieder teurer, was zu ähnlichen Verhaltensmustern führen könnte wie zu Beginn des Ukraine-Krieges.