Treiber hinter dieser Entwicklung ist eine – zum ersten Mal in diesem Jahr – rückläufige Nachfrage (-2 %). Das nur marginal gesunkene Preisniveau trägt indes nur unterproportional zum Umsatzverlust bei. Mengenverluste finden sich sowohl im Bereich Obst (-2 %) als auch bei Gemüse Frischware (-3 %), während frische Kartoffeln um drei Prozent zulegen können. Umgekehrt sieht das Gefälle bei der Entwicklung der bezahlten Preise aus: Die Kilopreise für Kartoffeln fallen weiterhin stark, während das Preisniveau für Gemüse im März um vier Prozent gestiegen ist.
Preistreiber im Gemüsebereich sind im März 2026 insbesondere Tomaten. Die geringere Verfügbarkeit macht sich in zweistellig gestiegenen Kilopreisen und einem Nachfragerückgang von 13 % bemerkbar. Auch Kohlgemüse (-9 %) büßt im März deutlich an Menge ein, obwohl das Preisniveau hier unter dem des Vorjahres liegt, was deutliche Umsatzverluste zur Folge hat. Analog die Entwicklung bei Zwiebelgemüse: Ein Minus in Absatz und bezahlten Preisen führt auch hier zu zweistelligen Umsatzrückgängen (-11 %).
Auch bei frischem Obst zeigen sich Absatzverluste, z.B. bei Beerenobst (-5 %), Kernobst (-6 %) und Zitrusfrüchten (-8 %), wodurch der Gesamtverlust des Segments zustande kommt. Bananen (+4 %) und Exoten (+5 %) kommen unterdessen auf positive Mengenergebnisse. Bei letzterem scheint jedoch eine Dynamik – zumindest zeitweise – gestoppt: Avocados können im März 2026 nach den dynamischen Gewinnen im Vorjahr nicht weiter zulegen.
Bei Betrachtung der kumulierten Ergebnisse zum ersten Quartal 2026 können Avocados immerhin noch um drei Prozent im Absatz wachsen und tragen damit einen Teil zum starken Ergebnis der Exoten im ersten Quartal bei (+8 %). In gleichem Maße gewinnen auch Trauben. Insgesamt überwiegen jedoch die Verluste aus anderen Subsegmenten, sodass frisches Obst gegenüber dem ersten Quartal 2025 leicht an Menge verliert (-1 %). Aufgrund des stagnierenden Preisniveaus übersetzt sich dies in ein analoges Umsatzminus.
Gemüse Frischware kann im ersten Quartal 2026 im Umsatz um drei Prozent zulegen, allerdings einzig getrieben durch gestiegene Kilopreise (insbesondere bei Fruchtgemüse). Das Absatzniveau stagniert indes.