Trotz des negativen Kalendereffekts (-1,4 %) ist die Entwicklung dabei nachfragegetrieben (+4 % Menge) – das Preisniveau ist hingegen fast stabil geblieben (-1 %). Wieder einmal zeigen sich jedoch starke Unterschiede zwischen den Subsegmenten.
Der Absatz von frischem Obst steigt im April 2026 um dynamische sieben Prozent und treibt somit die Gewinne der Gesamtkategorie. Positiv auf diesen Nachfrageschub wird sich dabei das gesunkene Preisniveau (-5 %) ausgewirkt haben. Insbesondere bei Kernobst (-11 %) und Exoten (-9 %) sind die bezahlten Preise stark gefallen. Kernobst gewinnt gleichzeitig jedoch nur unterproportional im Absatz (+4 %), sodass ein Umsatzverlust zu Buche steht. Exoten können in der Menge hingegen massiv zulegen (+33 %), wobei Ananas und Avocado die Entwicklung überdurchschnittlich treiben. Zu ebenfalls gesunkenen Kilopreisen waren im April zudem Erdbeeren (+12 % Menge) bei den Verbrauchern beliebt – bei fast jedem zweiten Haushalt in Deutschland landeten Erdbeeren im April im Einkaufskorb. Eine negative Entwicklung zeigen indes Trauben, die um elf Prozent im Absatz verlieren.
Bei Gemüse Frischware setzt sich der Trend der weiterhin steigenden Kilopreise auch im April 2026 fort (+4 %). Gleichzeitig ist jedoch auch die Mengenentwicklung mit einem Plus von drei Prozent positiv, sodass ein dynamisches Umsatzergebnis resultiert. Insbesondere Tomaten sind im April ein Preisniveautreiber (+19 %), können sich in der Nachfrage jedoch noch recht stabil halten (-1 % Menge). Positiver fällt das Absatzergebnis bei Paprika (+17 %) und Gurken (+6 %) aus – beide Segmente mit rückläufigem Preisniveau. Spargel kommt im April noch nicht so recht in Fahrt und verliert leicht an Absatz (-2 %). Da auch die Kilopreise gestiegen sind, resultiert im Umsatz eine Nullnummer. Ein positives Signal zeigt sich jedoch beim Blick auf die Käuferzahlen: Etwas mehr als 30 % der Haushalte in Deutschland haben im April 2026 zu Spargel gegriffen – ein Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat.
Die Entwicklung von frischen Kartoffeln steht weiterhin im Zeichen sinkender Kilopreise. Bei einer stagnierenden Nachfrage im April 2026 resultiert daher wieder ein deutlicher Umsatzverlust.