Mit dem knappen Angebot an spanischem Paprika gehen die Mengenplanungen zurzeit nicht auf. Vor allem der Anteil an Premiumware ist gering. Darüber hinaus wirkt sich der südspanische Winter aus, und die Reife der Schoten erfolgt aktuell langsamer, wie oftmals zum jetzigen Saisonzeitpunkt. An den spanischen Vermarktungseinrichtungen liegen die Preise für Blockpaprika aller Ausfärbungen weiterhin auf hohem Niveau. Allerdings scheint die Spitze sowohl bei roten als auch bei grünen Paprika vorerst überschritten zu sein, denn es sind nachgebende Preise zu beobachten. Diese Entwicklung ist vor allem eine Reaktion auf die inzwischen merklich ruhigere Nachfrage. Auch der deutsche Markt nimmt geringere Mengen der Schoten auf.
Die hohen Preise im Einzelhandel, gekoppelt mit der winterlichen Wetterlage, haben die Verbraucher davon abgehalten, zu den Schoten zu greifen. Darüber hinaus wird bei den Supermarktketten und Discountern weniger mit Paprika geworben. Im Vergleich zu den vergangenen fünf Jahren ist die Anzahl der Werbeanstöße für Blockpaprika um nahezu 50 % gesunken, was deutlich zeigt, dass Paprika nicht in dem Umfang der Vorjahre verfügbar ist. Es wird in der 3. Kalenderwoche 9-mal mit Blockpaprika geworben, die Aktionspreise liegen zwischen 2,98 Euro/kg und 4,68 Euro/kg. An den deutschen Großmärkten haben sich die Preise im Laufe der 2. Kalenderwoche weiter stabilisiert und auch zum Wochenstart kam es nochmals zu Aufschlägen. AMI