Europa blieb mit einem Anteil von etwas mehr als 60 % an den Gesamtexporten der wichtigste Absatzmarkt für kolumbianische Hass-Avocados. Die Niederlande waren mit einem Wert von 134,2 Mio US-Dollar der größte Abnehmer – 10,8 % mehr als 2024.
Zu den am schnellsten wachsenden Märkten gehörten Deutschland (+39,5 % auf 7,4 Mio US-Dollar) und Spanien (+44,9 % auf 29,7 Mio US-Dollar). Die Lieferungen nach Frankreich und Großbritannien stiegen um 26,4 % bzw. 23,4 % auf 8 Mio US-Dollar bzw. 28,8 Mio US-Dollar.
Andere europäische Märkte verzeichneten jedoch rückläufige Umsätze, insbesondere Belgien (-15,4 % auf 17,2 Mio US-Dollar) und Italien, wo die Lieferungen um 57,5 % auf 907.042 US-Dollar zurückgingen.
Was die Produktion betrifft, so entfielen 47,3 % der gesamten Lieferungen im Wert von 177,4 Mio US-Dollar auf Antioquia, was einem Anstieg von 50,2 % gegenüber 2024 entspricht. Die Exporte aus Eje Cafetero, Risaralda und Quindio stiegen ebenfalls, und zusammen machten diese drei Regionen 33,5 % der gesamten Lieferungen aus. Im Gegensatz dazu gingen die Exporte aus Valle del Cauca um 13,7 % auf 43,5 Mio US-Dollar zurück, während diejenigen aus Cundinamarca um 21,7 % auf 19,4 Mio US-Dollar schrumpften.
Obwohl der Sektor im vergangenen Jahr eine starke Leistung gezeigt hat, wies der Handelsverband Analdex darauf hin, dass der Sektor in diesem Jahr vor einer Reihe von Herausforderungen steht, darunter mögliche Zollanpassungen, geopolitische Instabilität und Klimaschwankungen, die sich auf Produktion und Logistik auswirken könnten.
„Die Avocado ist zu einem Beispiel dafür geworden, wie die kolumbianische Landwirtschaft in anspruchsvollen Märkten Fuß fassen kann. Jetzt besteht die Herausforderung darin, dieses Wachstum mit höherer Wertschöpfung, Diversifizierung und stabileren Spielregeln für den internationalen Handel aufrechtzuerhalten“, sagte Javier Díaz, Geschäftsführer von Analdex.
Er fügte hinzu, dass die Zusammenarbeit zwischen Produzenten, Exporteuren und Behörden entscheidend sein werde, um die internationale Position kolumbianischer Avocados zu festigen und die bis 2026 erzielten Ergebnisse nicht nur zu halten, sondern zu übertreffen.