Sowohl die Produktion als auch der Import und Export verzeichneten ein deutliches Wachstum. Auch die niederländischen Verbraucher kauften wieder etwas mehr Obst und Gemüse. Damit unterstreiche der Sektor seine wachsende wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung.
Die Produktion von niederländischem Obst und Gemüse hatte im Jahr 2025 einen Wert von 5 Mrd Euro. Das ist ein Anstieg von 2 % gegenüber 2024. Die günstigen Wetterbedingungen sorgten für größere Ernten, was in vielen Fällen mit niedrigeren Erzeugerpreisen einherging.
Die Einfuhr von frischem Obst und Gemüse erreichte 2025 einen neuen Rekord. So stieg das Importgewicht um 9 % auf 8,1 Mrd kg, mit einem Gesamtwert von 12,4 Mrd Euro (+11 %). Mehr als drei Viertel der Importe bestehen aus frischem Obst. Peru (1,8 Mrd Euro) und Südafrika (1,6 Mrd Euro) haben Spanien (1,5 Mrd Euro) als wichtigste Herkunftsländer überholt.
Ein bemerkenswertes Importwachstum wurde aus Ländern wie den folgenden erzielt:
- Chile (+28 %), vor allem mit Blaubeeren und Trauben
- Peru (+18 %), mit Produkten wie Avocados und Blaubeeren
- Südafrika (+17 %) mit einem Wachstum bei Trauben, Orangen und Zitronen.
Die drei meistimportierten Produkte in den Niederlanden sind Avocados, Trauben und Bananen. Zitronen, Kiwis und Orangen verzeichneten die stärksten Wachstumsraten in Bezug auf den Wert.
Auch die niederländischen Obst- und Gemüseexporte stiegen im vergangenen Jahr um 11 % auf 10,8 Mrd kg mit einem Wert von 17,8 Mrd Euro (+12 %). Der niederländische Handel erwies sich erneut als zuverlässiger Partner für die europäischen Supermärkte und Großhändler, sowohl durch einen höheren Absatz von Produkten aus niederländischem Anbau als auch durch den Reexport insbesondere von Obst.
Die Exporte gingen hauptsächlich in die Nachbarländer Deutschland (34 %), Belgien (9 %) und das Vereinigte Königreich (8 %). Starke Wachstumsraten wurden in Spanien (+34 %), Polen (+24 %) und Deutschland (+11 %) erzielt, vor allem dank Tomaten, Heidelbeeren und Trauben.
Der Verbrauch von Obst und Gemüse in den Niederlanden stieg 2025 um 2 %. Der Gemüseverbrauch stieg um 1 % und der Obstverbrauch um 3 %. Höhere Verkäufe von Obst und Gemüse über Supermärkte glichen einen leichten Rückgang im Gastgewerbe und in der Gastronomie (-1 %) aus.
Gemüse war 2025 günstiger als im Jahr zuvor. So zahlten die Verbraucher 2025 für ein Kilo frisches Gemüse durchschnittlich 4 % weniger. Der Preis für frisches Obst lag 1 % höher als 2024.
Zunehmender politischer Druck und internationale Spannungen können sich auf den Einkauf und Absatz von Obst und Gemüse auswirken. Veränderte geopolitische Verhältnisse und extremere Wetterbedingungen stellen eine Herausforderung für die kontinuierliche Verfügbarkeit dar.
Der niederländische Obst- und Gemüsesektor setze sich weiterhin für eine nachhaltige Lieferkette, gesunde Entscheidungen und die Verfügbarkeit von Lebensmitteln ein. Ziel sei es, die Verbraucher zu ermutigen, mehr Obst und Gemüse zu essen, die gesündesten Lebensmittel mit dem geringsten ökologischen Fußabdruck.